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Horror im besetzten teil der Ukraine: zivilisten werden gezielt angegriffen und leiden hunger

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kibri_ho / Shutterstock.com

In Teilen der Südukraine unter russischer Kontrolle ist das tägliche Leben zu einem Kampf ums Überleben geworden. Bewohner beschreiben eine Situation, in der das Verlassen des Hauses tödlich sein kann und grundlegende Versorgungsgüter knapp werden.

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Ziarre.com berichtet unter Berufung auf Euromaidan Press, dass Zivilisten in Städten entlang des östlichen Ufers des Dnipro in der Oblast Cherson unter ständiger Bedrohung durch Drohnen, Landminen und schwere Versorgungsengpässe leben. In Gebieten wie Oleschky sind Zugangswege vermint, wodurch Lebensmittel, Treibstoff und Medikamente abgeschnitten sind.

Einwohner berichten, dass Drohnen häufig Zivilisten im Freien ins Visier nehmen – eine Gefahr, die einige zynisch als „Safari“ bezeichnen.

Alltägliche Gefahr

Berichte schildern wiederholte Angriffe auf Zivilisten, die sich versammeln, um Lebensmittel zu beschaffen.

In einem Fall wurde eine Frau auf dem Weg zu einer Ausgabestelle von einer Drohne getroffen und starb später. Da Bestattungsdienste nicht verfügbar waren, wurde sie ohne Sarg beigesetzt.

Bewohner berichten, dass sie sich nun vorsichtig bewegen und Bäume, Zäune und Gebäude als Deckung nutzen, um aus der Luft nicht gesehen zu werden.

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„Hier nennen wir es einfach Safari“, schrieb eine Frau. „Am Morgen schauen wir nicht in den Himmel, um das Wetter zu prüfen, sondern um zu sehen, ob die Jagd begonnen hat.“

Abgeschnittene Stadt

Oleschky, einst Heimat von etwa 25.000 Menschen, hat seit der Invasion und den Überschwemmungen infolge der Zerstörung des Kachowka-Staudamms im Jahr 2023 einen starken Bevölkerungsrückgang erlebt.

Ziarre.com berichtet, dass nur noch wenige Zivilisten geblieben sind, während Straßen blockiert und die Kommunikation stark eingeschränkt sind.

Seit Anfang 2026 sind Lieferungen lebenswichtiger Güter weitgehend zum Erliegen gekommen, sodass Bewohner auf improvisierte Lösungen wie das Schmelzen von Schnee zur Wassergewinnung angewiesen sind.

Hungerkrise

Lebensmittelknappheit hat die Preise stark in die Höhe getrieben, wobei Grundnahrungsmittel ein Vielfaches dessen kosten, was sie in nahegelegenen Gebieten kosten.

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Einige Bewohner überleben, indem sie jagen oder das Wenige teilen, das noch vorhanden ist, während andere nahezu nichts mehr haben.

Auch die medizinische Versorgung ist äußerst eingeschränkt, was die Lage der verbliebenen Bevölkerung weiter verschärft.

Schwierige Bestattungen

Der Mangel an Ressourcen hat auch Auswirkungen darauf, wie mit den Toten umgegangen wird.

Für die meisten Familien sind Beerdigungen unerschwinglich, und in einigen Fällen bleiben Leichen tagelang ungeborgen.

Andere werden in provisorischen Gräbern ohne angemessene Zeremonien bestattet, was den Zusammenbruch grundlegender Infrastruktur widerspiegelt.

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Größerer Zusammenhang

Ziarre.com berichtet, dass ähnliche Bedingungen auch in anderen besetzten Städten der Region beschrieben werden.

Die Situation entsteht vor dem Hintergrund, dass Russland weiterhin versucht, seine Ansprüche auf mehrere ukrainische Regionen geltend zu machen, darunter Gebiete, in denen weiterhin gekämpft wird.

Für die Zivilbevölkerung, die noch in diesen Gebieten lebt, bleibt das Überleben die oberste Priorität.

Quellen: Ziarre.com, Euromaidan Press

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