Ukrainische Behörden geben an, eine Reihe geplanter Schulanschläge verhindert zu haben, an denen Minderjährige beteiligt gewesen seien, die angeblich von russischen Agenten rekrutiert wurden.
Die Fälle hätten neue Bedenken hinsichtlich der gezielten Anwerbung schutzbedürftiger junger Menschen während des Krieges aufgeworfen, berichte Digi24.ro.
Anschlagpläne vereitelt
Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) gebe an, Anschläge in zentralen und südlichen Regionen des Landes verhindert zu haben.
Laut Digi24.ro, das sich auf die Kyiv Post berufe, seien zwei Schüler in den Regionen Kirowohrad und Odessa identifiziert worden.
Beamte hätten erklärt, die Teenager hätten angeblich geplant, ihre eigenen Schulen anzugreifen.
Polizei und Sicherheitsdienste seien eingeschritten, bevor es zu Anschlägen kommen konnte.
Online-Rekrutierung
Ermittler gäben an, die Minderjährigen seien über soziale Medienplattformen kontaktiert worden.
Laut Digi24.ro habe der SBU mitgeteilt, dass Telegram und TikTok genutzt worden seien, um junge Menschen zu kontaktieren und anzuwerben.
Ein Kanal, der als „ETERSSA“ bezeichnet werde, sei als Teil einer umfassenderen Anstrengung zur Anwerbung Minderjähriger beschrieben worden.
Die Behörden behaupteten, dass die Rekrutierer Manipulationen angewendet hätten, darunter Versprechen von „Gerechtigkeit“ oder Schutz für Familienmitglieder.
Geplante Anschläge
In einem Fall sei ein 15-Jähriger angeblich angewiesen worden, einen Sprengsatz zu bauen.
Laut Digi24.ro habe der Plan vorgesehen, den Sprengsatz während einer Pause in einer Schule zu zünden und anschließend weitere Angriffe zu verüben.
Beamte hätten erklärt, es sei auch beabsichtigt gewesen, Waffen, darunter eine Schusswaffe und ein Messer, einzusetzen.
Sicherheitskräfte hätten mitgeteilt, sie hätten bei einer Durchsuchung Materialien sichergestellt, die mit dem mutmaßlichen Plan in Verbindung stünden.
Zweiter Fall aufgedeckt
Eine separate Untersuchung habe einen weiteren Schüler in einem früheren Stadium der Rekrutierung identifiziert.
Laut Digi24.ro hätten die Behörden mitgeteilt, dass die Person voraussichtlich Waffen für einen geplanten Anschlag erhalten solle.
Beamte hätten zudem behauptet, die Minderjährigen seien ermutigt worden, sich danach das Leben zu nehmen, um Zeugen zu eliminieren.
Die Behauptungen seien nicht unabhängig überprüft worden.
Rechtliche Schritte eingeleitet
Der Verdächtige im Fall Kirowohrad sei formell über den Verdacht informiert worden.
Laut Digi24.ro handele es sich dabei um einen vorläufigen rechtlichen Schritt, bevor Anklage erhoben werde.
Im Falle einer Verurteilung drohten dem Teenager bis zu 10 Jahre Haft sowie die Einziehung von Vermögenswerten.
Die Ermittlungen dauerten an, während die Behörden das Ausmaß des mutmaßlichen Netzwerks untersuchten.
Quellen: Digi24.ro, Kyiv Post