Es ist jedoch nicht dazu gedacht, den Feind direkt zu bekämpfen.
Die Ukraine weitet den Einsatz von Robotersystemen aus, da der Krieg die Nachfrage nach sicherer Logistik und Kampfunterstützung antreibt.
Das Verteidigungsministerium hat das im Inland entwickelte unbemannte Bodenfahrzeug „Bizon-L“ offiziell für den Einsatz bei den Streitkräften der Ukraine genehmigt.
Laut dem Ministerium ist das System darauf ausgelegt, in Kampfzonen hoher Intensität zu operieren und dabei widerstandsfähig gegenüber elektronischer Kriegsführung zu bleiben.
Ausgestattet mit sechs Kommunikationskanälen, darunter LTE, Wi-Fi und Starlink, ist die Plattform darauf ausgelegt, die Kontrolle auch in umkämpften Signalumgebungen aufrechtzuerhalten.
Die vereinheitlichte Schnittstelle integriert die Fahrzeugsteuerung mit missionsspezifischen Modulen.
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Für den Kampf gebaut
Das Kettenfahrzeug kann innerhalb weniger Minuten eingesetzt werden und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 12 km/h. Es transportiert Lasten von bis zu 300 kg und kann über Entfernungen von bis zu 50 km operieren.
Sein Fahrgestell ist für raues Gelände, einschließlich Schnee, Marschland und Eis, angepasst. Die Entwickler haben zudem seine Wärmesignatur reduziert, was die Erkennung durch Infrarotsysteme erschwert.
Der Bizon-L soll Missionen entlang der Kontaktlinie durchführen, ohne Soldaten Gefahren auszusetzen.
Vielfältige Rollen
Die Plattform kann Munition und Nachschub transportieren oder verwundete Soldaten evakuieren. Mit zusätzlichen Modulen kann sie Minen legen, technische Barrieren errichten oder als mobiles Kommunikationsrelais fungieren.
Sie kann auch mit Systemen zur elektronischen Kriegsführung oder einem 12,7-mm-Maschinengewehrturm ausgestattet werden, wodurch ihre Kampfrolle erweitert wird.
Ukrainische Beamte sagen, solche Systeme würden bereits weit verbreitet eingesetzt. Der Präsident merkte an, dass unbemannte Bodenfahrzeuge in den letzten Monaten mehr als 22.000 Missionen durchgeführt hätten.
„Mit anderen Worten, Leben wurden mehr als 22.000 Mal gerettet – Roboter gingen anstelle von Soldaten in die gefährlichsten Gebiete. Es geht darum, dass Hochtechnologie den höchsten Wert schützt – das menschliche Leben“, sagte er.
Produktionsausweitung
Das Verteidigungsministerium beschleunigt nun die Beschaffung mit dem Ziel, bis zu 100 % der Frontlogistik auf Robotersysteme umzustellen. Es wird erwartet, dass rund 25.000 Einheiten in der ersten Hälfte des Jahres 2026 vertraglich vereinbart werden.
Die Beschaffungsagentur des Verteidigungsministeriums hat bereits 19 Verträge im Wert von 11 Milliarden UAH unterzeichnet. Allein im März wurden mehr als 9.000 Missionen mit solchen Systemen durchgeführt.
Ein digitales System namens DOT-Chain Defence ermöglicht es Einheiten, UGVs für Kampf- und Logistikaufgaben eigenständig zu bestellen.
Quellen: Verteidigungsministerium der Ukraine
