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Wladimir Putin beginnt nun, sich öffentlich einem Problem zu widmen, das den Alltag vieler Russen still und leise beeinträchtigt hat: Ausfälle des Mobilfunkdienstes.
Nach Angaben des Institute for the Study of War (ISW) hat Wladimir Putin das Thema bei einer Regierungssitzung am 23. April angesprochen und sich dabei auf innenpolitische Herausforderungen konzentriert, die mit Einschränkungen des mobilen Internets verbunden sind.
Er erklärte, dass Bewohner in Großstädten und Grenzregionen während dessen, was Beamte als „terroristische Angriffe“ bezeichnen, mit Schwierigkeiten konfrontiert sind.
Dieser Begriff wird vom Kreml üblicherweise verwendet, um die Langstreckenangriffe der Ukraine auf russische Militär- und Industrieanlagen zu bezeichnen.
Putin betonte, dass der Schutz der Zivilbevölkerung weiterhin Priorität habe, wobei er die Ausfälle als notwendige Maßnahme darstellte.
Sicherheitsbegründung
Er warnte, dass eine vorherige Benachrichtigung der Öffentlichkeit über Abschaltungen Sicherheitsrisiken bergen könnte. Gleichzeitig forderte er im Nachhinein mehr Klarheit, um zu erklären, warum Einschränkungen verhängt wurden.
Die Behörden haben wiederholt auf ukrainische Drohnen- und Raketenangriffe als Begründung für die Einschränkung der Mobilfunkkonnektivität hingewiesen.
Die Störungen haben den Alltag beeinträchtigt, einschließlich des Zugangs zu Bankdienstleistungen, Transport und anderen wesentlichen digitalen Diensten.
Begrenzte Zugeständnisse
Putin wies Beamte an, einige der Auswirkungen zu mildern, indem sichergestellt wird, dass bestimmte Dienste während der Ausfälle verfügbar bleiben. Er schlug auch vor, die Festnetzinfrastruktur in grenznahen Gebieten auszubauen.
Das ISW stellt fest, dass dies das erste Mal ist, dass Putin das Problem direkt anerkannt hat, nachdem Kremlsprecher Dmitri Peskow bereits im März 2026 entsprechende Äußerungen gemacht hatte.
Zunehmende Auswirkungen des Krieges
Laut ISW könnte die Anerkennung wachsende öffentliche Besorgnis widerspiegeln, da der Krieg in der Ukraine das Leben in Russland zunehmend beeinflusst.
Analysten vermuten, dass dies auch dazu beitragen könnte, fortgesetzte Einschränkungen als Teil umfassenderer Informationskontrollen zu rechtfertigen.
Quellen: Institute for the Study of War, Reuters, Die Moscow Times