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Pentagon gibt 400 Millionen Dollar Militärhilfe für die Ukraine frei – nach monatelanger Verzögerung

Pentagon
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Die Finanzierung wurde im Dezember vom Kongress genehmigt, aber erst jetzt freigegeben.

Das US-Verteidigungsministerium hat ein massives Militärhilfspaket für die Ukraine offiziell freigegeben, wie US-Verteidigungsminister Pete Hegseth gestern Abgeordneten mitteilte, berichten mehrere Nachrichtenagenturen.

Am 29. April stellte sich Hegseth bei einer Anhörung des Streitkräfteausschusses des Repräsentantenhauses den Abgeordneten. Er bestätigte, dass die bürokratischen Hürden endlich beseitigt worden seien und das Militärhilfspaket in Höhe von 400 Millionen Dollar für die Ukraine nun freigegeben werden könne.

Dies sind gute Nachrichten für das vom Krieg zerrüttete Land, doch wenn man den Zeitplan für das Militärhilfspaket betrachtet, bleiben viele Fragen offen.

Besonders im Hinblick darauf, wann das Paket genehmigt wurde.

Monatelanges Warten

Das Paket wurde bereits Mitte Dezember 2025 vom Kongress genehmigt, was bedeutet, dass es über vier Monate lang untätig im Pentagon gelegen hatte, bevor es freigegeben wurde.

Es war Teil eines kolossalen Verteidigungsausgabengesetzes in Höhe von 900 Milliarden Dollar, das im Dezember verabschiedet wurde.

In einem Gastkommentar vom 28. April in The Washington Post kritisierte der US-Senator und ehemalige Vorsitzende des Republikanischen Senatsausschusses, Mitch McConnell, das Pentagon dafür, die Gelder monatelang nicht freigegeben zu haben.

Er schrieb auch, dass die Haushaltsausschüsse des Senats versucht hätten, eine Erklärung für die Verzögerung zu erhalten, aber keine Antworten gegeben worden seien.

Es ist unklar, warum die Militärhilfe nicht früher freigegeben wurde, aber McConnell machte Unterstaatssekretär Elbridge Colby dafür verantwortlich.

Lieferungen wegen Bestandsängsten gestoppt

Im Juli 2025 berichteten mehrere Medien, darunter The Guardian, dass „einige Lieferungen“ für die Ukraine wegen Befürchtungen über schwindende inländische Waffenbestände zurückgehalten worden seien.

Laut The Guardian wurde die Entscheidung im Juni 2025 stillschweigend von Elbridge Colby getroffen.

Eine Woche nach Bekanntwerden der Nachricht berichtete CNN, dass Hegseth das Weiße Haus nicht informiert hatte, bevor die Waffenlieferungen gestoppt wurden.

Am 14. April 2026 berichtete POLITICO, dass die USA Hegseth nicht zu einem Treffen der Ukraine-Verteidigungskontaktgruppe entsenden würden, bei dem sich über 50 Verteidigungsminister online trafen, um weitere Zusagen zur Unterstützung der Ukraine zu besprechen.

Quellen: The Kyiv Independent, The Guardian, CNN, POLITICO, The Washington Post