Startseite Nachrichten Verschwommene Karten und Bunker: Kreml verschärft Schutzmaßnahmen rund um Putin

Verschwommene Karten und Bunker: Kreml verschärft Schutzmaßnahmen rund um Putin

Putin
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Putins Residenz nahe dem Waldai-See wurde Berichten zufolge auf russischen Kartendiensten unkenntlich gemacht, während die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Kremlchef weiter verschärft werden.

Die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges in Russland wirkten in diesem Jahr deutlich anders, mit reduzierten Militärpräsentationen und verschärften Sicherheitsmaßnahmen in ganz Moskau.
Gleichzeitig deuten Berichte darauf hin, dass Wladimir Putin zunehmend isoliert lebt, während die Sicherheitsbedenken weiter wachsen.

Von Karten entfernt

Laut Bild wurden Teile von Putins Luxusresidenz nahe dem Waldai-See auf Yandex Maps, dem russischen Pendant zu Google Maps, unkenntlich gemacht.

Während das Anwesen und nahegelegene Hubschrauberlandeplätze auf Google Maps weiterhin sichtbar bleiben, zeigt der russische Kartendienst das Gebiet Berichten zufolge stark verpixelt an.

Dies hat Spekulationen über verstärkte Bemühungen ausgelöst, Orte im Zusammenhang mit dem russischen Präsidenten zu verbergen.

Erweiterte Sicherheitsmaßnahmen

Ein von CNN zitierter europäischer Geheimdienstbericht besagt, dass der Kreml die Schutzmaßnahmen rund um Putin und seinen inneren Kreis verschärft habe.

Dem Bericht zufolge dürfen Köche, Fotografen und Leibwächter des Präsidenten keine öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen.

Enge Vertraute sollen zudem nur noch Telefone ohne Internetzugang verwenden dürfen.

Bild berichtete außerdem, dass einigen Beamten davon abgeraten worden sei, bei Treffen mit Putin Armbanduhren zu tragen. In jüngsten Kreml-Aufnahmen seien mehrere Personen ohne Uhr zu sehen gewesen.

Leben unter der Erde

Berichte, auf die sich The Financial Times beruft, deuten darauf hin, dass Putin seine öffentlichen Bewegungen stark eingeschränkt hat und mehr Zeit in unterirdischen Anlagen verbringt.

Geheimdienstquellen behaupten Berichten zufolge, dass der russische Präsident und seine Familie nicht länger in ihren regulären Residenzen nahe Moskau wohnen.

Der Bericht erklärte außerdem, dass Putin in diesem Jahr keine Militärkasernen oder Stützpunkte besucht habe, während der Kreml zunehmend auf vorab aufgezeichnetes Material für öffentliche Auftritte zurückgreife.

Laut The Financial Times überwacht der russische Präsident den Krieg in der Ukraine weiterhin bis ins Detail.

Verkleinerte Parade

Die Sicherheitsbedenken waren auch während der Siegesparade in Moskau sichtbar.

Die Veranstaltung dauerte Berichten zufolge nur 45 Minuten und zeigte deutlich weniger Panzer, Raketenwerfer und schwere Militärfahrzeuge als in den vergangenen Jahren.

Große Teile des Moskauer Stadtzentrums wurden während der Feierlichkeiten abgesperrt, während das mobile Internet in der gesamten Stadt vorübergehend abgeschaltet wurde.

Die Einschränkungen haben den Eindruck verstärkt, dass Sicherheitsängste die Arbeit des Kremls zunehmend prägen.

Quellen: Bild, CNN, The Financial Times