Der Kreml hat wiederholt bestritten, Kinder entführt zu haben, und behauptet, sie würden tatsächlich gerettet.
20.570.
Das ist die Zahl der ukrainischen Kinder, die seit Beginn des umfassenden Krieges im Jahr 2022 von russischen Streitkräften verschleppt wurden.
Beachten Sie, dass dies die registrierte Zahl der Kinder ist, da Kiew die tatsächliche Zahl als wesentlich höher einschätzt.
Im Jahr 2023 erließ der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und die Beauftragte für Kinderrechte im Amt des Präsidenten der Russischen Föderation, Marija Alexejewna Lwowa-Belowa, wegen der „rechtswidrigen Deportation von Bevölkerung (Kindern) aus besetzten Gebieten der Ukraine in die Russische Föderation“.
Dem Haftbefehl zufolge wird die Angelegenheit als mögliches Kriegsverbrechen untersucht.
Russland hat jegliches Fehlverhalten wiederholt bestritten und die Entführungen als Rettung der Kinder dargestellt.
Doch offenbar bedeutet die Rettung einer Person nicht, dass sie nicht zurückgeschickt werden kann.
Kinder als Teil von Austauschaktionen
Nach Angaben des ukrainischen Außenministeriums bot Moskau kürzlich an, entführte ukrainische Kinder auf Listen für den Kriegsgefangenenaustausch zu setzen.
Kiew lehnte die Idee umgehend ab.
Laut United24Media sprach der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf einem großen Koalitionstreffen in Brüssel über das Thema. Er betonte, dass die Rückführung junger Bürger vollständig von standardmäßigen militärischen Gefangenenaustauschen getrennt bleiben müsse.
Er erklärte die Position der Regierung unmissverständlich:
„Heute möchte ich dies offiziell festhalten: Das Schicksal ukrainischer Kinder wird niemals Teil eines Kompromisses sein. Russland hat bereits vorgeschlagen, Kinder in Austauschlisten aufzunehmen. Doch dies ist inakzeptabel. Die Freiheit der Kinder ist bedingungslos“, erklärte Sybiha.
Eine visuelle Mahnung
Die Kampagne zur Heimholung der Kinder wird weltweit fortgesetzt. In Washington erschien kürzlich eine emotionale Installation auf der National Mall nahe dem US-Kapitol.
Aktivisten und Offizielle platzierten 20.000 Teddybären auf dem Rasen. Olha Stefanishyna, die ukrainische Botschafterin in den USA, merkte an, dass jedes Spielzeug ein dokumentiertes vermisstes Kind repräsentiert.
Der visuelle Protest steht im Einklang mit einem neuen Programm des US-Außenministeriums. Der Kongress half bei der Schaffung dieser Initiative, um diplomatische Bemühungen zu finanzieren, Fälle zu verfolgen und die jungen Menschen zu rehabilitieren, die es schließlich zurückschaffen.
Quellen: Ukrainisches Außenministerium, US-Außenministerium, Internationaler Strafgerichtshof