Warme Raumluft kann es nach einem langen Tag schwer machen, zur Ruhe zu kommen. Einige kleine Veränderungen rund um Fenster und Bettwäsche können die Nacht angenehmer machen.
Schlafzimmer speichern häufig Wärme, die tagsüber durch Fenster, Wände und Vorhänge aufgenommen wurde. Am Abend kann diese gespeicherte Wärme noch lange anhalten, selbst wenn die Temperaturen draußen bereits sinken.
Deshalb kommt es auf das richtige Timing an. Der NHS, Großbritanniens öffentlicher Gesundheitsdienst, empfiehlt, Wohnräume tagsüber vor Hitze zu schützen und die Fenster erst später zu öffnen, wenn die Außenluft kühler geworden ist.
Die Handtuchmethode erklärt
Laut dem Daily Express erklärte John Lawless, Sprecher von Best Heating, gegenüber der Zeitung, dass ein kaltes, feuchtes Handtuch oder Bettlaken an einem offenen Fenster aufgehängt werden könne.
Er sagte: „Wenn Sie ein Fenster öffnen und ein feuchtes Handtuch oder Bettlaken davor aufhängen, das zuvor in kaltem Wasser getränkt wurde, kann das den Raum abkühlen.“
Lawless ergänzte: „Das liegt daran, dass die warme Luft durch das Tuch strömen muss und dabei abgekühlt wird, bevor sie in den Raum gelangt.“
Der Effekt beruht auf Verdunstung. Wenn Wasser aus dem Stoff verdunstet, entzieht es der umliegenden Luft Wärmeenergie, wodurch die Temperatur rund um das Fenster sinkt.
Das Handtuch sollte feucht, aber nicht durchnässt sein. In ohnehin feuchten Räumen kann zu viel nasser Stoff dazu führen, dass sich die Luft schwerer statt frischer anfühlt.
Außerdem lohnt es sich, Böden und Fensterbänke vor Tropfwasser zu schützen. Wringen Sie das Handtuch gut aus, bevor Sie es aufhängen, und entfernen Sie es wieder, sobald es trocken ist oder sich der Raum stickig anfühlt.
Wo es aufgehängt werden sollte
Hängen Sie das Handtuch dort auf, wo sich die Luft bewegt, zum Beispiel in der Nähe eines sicher geöffneten Fensters.
Ein weiteres geöffnetes Fenster oder eine offene Tür auf der gegenüberliegenden Seite des Raumes verbessert die Luftzirkulation, weil die warme Luft entweichen kann.
Die Methode funktioniert am besten, wenn Außenluft in den Raum strömt. Ohne Luftbewegung ist das Handtuch weniger effektiv und kann die Luftfeuchtigkeit im Raum lediglich erhöhen.
Geschlossene Vorhänge, bevor starke Sonneneinstrahlung den Raum erreicht, können helfen, einen Wärmestau zu verhindern. Helle Jalousien, atmungsaktive Bettwäsche und Nachtwäsche aus Baumwolle können ebenfalls dazu beitragen, dass sich der Raum weniger stickig anfühlt.
Auch das Öffnen der Fenster erst dann, wenn die Außenluft kühler ist, kann hilfreich sein. Ventilatoren bleiben bei mäßiger Hitze sinnvoll, allerdings weist der NHS darauf hin, dass sie unter 35 Grad am besten funktionieren und nicht über längere Zeit direkt auf den Körper gerichtet sein sollten.
Quellen: Daily Express, Best Heating, NHS