Startseite Krieg Partisanengruppe: Putins Truppen verlassen Stellungen wegen neuer ukrainischer Strategie

Partisanengruppe: Putins Truppen verlassen Stellungen wegen neuer ukrainischer Strategie

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Die neue Strategie scheint bereits signifikante Ergebnisse erzielt zu haben.

Ende Mai startete das ukrainische Verteidigungsministerium ein neues Programm namens „Logistics Lockdown“.

Einer Pressemitteilung zufolge widmet sich die Initiative der systematischen Zerstörung russischer Nachschublinien, Lagerhäuser, Logistikzentren, Kommandozentralen und weiterer Ziele.

Die Idee besteht darin, die russischen Streitkräfte vom Nachschub abzuschneiden, wodurch es ihnen nahezu unmöglich gemacht wird, neue Offensiven zu starten – und sie möglicherweise sogar aufgrund von Versorgungsengpässen zum Rückzug gezwungen werden.

Nach Informationen der Partisanengruppe ATESH scheint die ukrainische Strategie zu funktionieren.

Undercover-Agent enthüllt Rückzug

ATESH berichtete am 8. Juni, dass die Kreml-Truppen begonnen hätten, sich von der Kinburn-Nehrung zurückzuziehen, nachdem ihre Versorgungswege vollständig zusammengebrochen seien.

Ein Undercover-Agent, der im russischen Militärhauptquartier Dnepr tätig ist, hat diese Informationen durchsickern lassen. Ohne einen stetigen Nachschub an Nahrung, Treibstoff und Munition konnten die Fronttruppen einfach nicht länger durchhalten.

Hohe Verluste und unerbittliche Drohnenangriffe haben die verbleibenden Kräfte zersprengt und verwundbar gemacht. Die Untergrundgruppe erklärte, das russische Militär habe bereits einige Truppen an andere Fronten verlegt, wodurch die Halbinsel gefährlich unterbesetzt sei.

„Nur noch die Reste einiger Einheiten verbleiben auf der Nehrung, und diese sind nicht mehr in der Lage, eine Verteidigung aufrechtzuerhalten. Das logistische System der Besatzer in diesem Sektor ist vollständig zusammengebrochen“, so ATESH in einer Erklärung auf Telegram.

Chaos hinter den Linien

Der logistische Albtraum reicht weit über die Frontlinien hinaus. In Sankt Petersburg bekannte sich dieselbe Partisanengruppe zu einer dreisten Sabotageoperation, die einen wichtigen Ölzug lahmlegte.

Operative sollen sich in einen Transportknotenpunkt geschlichen und eine Diesellokomotive, die für den Transport von Erdölprodukten verwendet wird, in Brand gesetzt haben. Laut ATESH zielte dieser Angriff direkt auf ein Eisenbahnnetz ab, das bereits an seiner Kapazitätsgrenze arbeitet, und droht, wichtige industrielle Treibstofflieferungen zu verzögern.

Derweil schwächen auch interne Katastrophen die russischen Reihen in anderen Sektoren. Der ukrainische Militärgeheimdienst hat kürzlich Telefonate abgefangen, die einen ungewöhnlichen und tödlichen Vorfall unter Truppen in der Region Saporischschja enthüllen.

Ein massiver Ausbruch von Alkoholvergiftungen soll Berichten zufolge mehrere Soldaten an einem Beobachtungsposten getötet haben. In der abgefangenen Audioaufnahme behauptete ein Soldat, dass etwa acht bis zehn Leichen fast eine Woche lang ungeborgen am Ort des Geschehens gelegen hätten.