Christian Brückner bleibt der Hauptverdächtige im Fall Madeleine McCann, während die Sorgen über seine Freilassung nach einer verschobenen Gerichtsverhandlung zunehmen.
Christian Brückner, der Hauptverdächtige in den Ermittlungen zum Verschwinden von Madeleine McCann im Jahr 2007, sieht sich derzeit nach einer Verzögerung vor einem deutschen Gericht mit einer neuen Haftstrafe konfrontiert.
Berichten zufolge sollte im Juni über eine Berufung von Brückner verhandelt werden. Das Verfahren wurde jedoch laut The Sun auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verschoben.
Die Entwicklung hat erneut die Aufmerksamkeit auf Brueckner gelenkt, der sowohl in Deutschland als auch im Vereinigten Königreich weiterhin im Zusammenhang mit dem Fall Madeleine McCann Gegenstand von Ermittlungen ist.
Wachsende Besorgnis
Der aktuelle Fall steht jedoch nicht im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Madeleine McCann.
Stattdessen geht es um eine frühere Verurteilung, bei der Brückner für schuldig befunden wurde, einen Justizvollzugsbeamten beleidigt zu haben, während er eine andere Strafe verbüßte.
Laut The Sun ist Brueckners Anwalt erkrankt, was Berichten zufolge der Grund für die Verschiebung ist.
Infolgedessen befindet sich Brückner derzeit auf freiem Fuß, was die Sorge verstärkt, dass er das Land verlassen und sich den Behörden entziehen könnte.
Umfangreiche Vorstrafen
Brückner hat eine lange kriminelle Vergangenheit. Laut The Guardian verbüßte er bereits eine Haftstrafe wegen der Vergewaltigung einer 72-jährigen US-Amerikanerin in Praia da Luz im Jahr 2005.
Zudem wurde er wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt. Im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Madeleine McCann wurde er jedoch nie angeklagt und bestreitet jede Beteiligung, berichtet die New York Post.
Dennoch bleibt er der Hauptverdächtige im Fall Madeleine McCann und steht auch viele Jahre nach ihrem Verschwinden weiterhin im Mittelpunkt der Ermittlungen.
Vom Unbekannten zum Hauptverdächtigen
Viele Jahre lang wurde Christian Brückner öffentlich nicht mit den Ermittlungen in Verbindung gebracht, berichtet Reuters.
Obwohl Madeleine McCann 2007 aus dem Ferienapartment ihrer Familie in Praia da Luz verschwand, wurde Brückner erst fast 15 Jahre später offiziell als Verdächtiger identifiziert.
Die portugiesischen Behörden verliehen ihm im April 2022 auf Antrag deutscher Ermittler den Status eines formellen Verdächtigen, nachdem diese ihre Aufmerksamkeit auf den verurteilten Sexualstraftäter gerichtet hatten.
Quellen: The Sun, The Guardian, New York Post, Reuters