Man fragt sich, ob die Bemerkungen an Putin weitergeleitet werden …
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen trat am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, nachdem eine neue Welle massiver Militärschläge stattgefunden hatte.
Die Ukraine hatte das dringende Treffen beantragt, um den jüngsten russischen Luftangriff auf die Ukraine zu thematisieren, bei dem mindestens vier Zivilisten ums Leben kamen.
Während der Sitzung hielten sich die amerikanischen Diplomaten nicht zurück.
Ein strategisches Scheitern
US-Vertreter Dan Negrea kritisierte in seiner Rede vor dem Rat offen die militärischen Entscheidungen des Kremls und stellte die Invasion als einen gewaltigen Fehler dar.
„Russlands Invasion in der Ukraine ist ein strategisches Scheitern gewesen. Seine Ölraffinerien stehen in Flammen … Moskau kann seine Ziele auf dem Schlachtfeld nicht erreichen. Eine Eskalation wird dies nicht ändern und wird nur das Risiko einer Verschärfung der Katastrophe erhöhen. Dieser Krieg muss sofort enden. Genug ist genug“, betonte Negrea laut Ukrinform.
Zeit für Gespräche
Der amerikanische Gesandte forderte daraufhin andere Nationen auf, die Kriegsmaschinerie Moskaus nicht länger zu unterstützen. Er prangerte insbesondere Länder an, die direkte Militärhilfe leisten, und warnte, dass deren Unterstützung das Leid nur verlängere.
„Dies schließt auch den Iran ein, der Russland Drohnen für den Einsatz in der Ukraine lieferte, sowie Kuba, das den Krieg fortsetzt, indem es Tausenden von Söldnern erlaubt, auf russischer Seite zu kämpfen“, erklärte der amerikanische Diplomat.
Negrea stellte außerdem klar, dass Washington bereit sei, einzuschreiten, sobald beide Seiten sich zu Gesprächen entschlössen.
Dies dürfte jedoch in absehbarer Zeit kaum geschehen, da der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag, dem 9. Juni, laut The Kyiv Post erklärte, „dass im Moment alles nicht von Verhandlungen abhänge, sondern von den Aktionen unserer Helden an den Frontlinien“.