Startseite Nachrichten Experten warnen: Britische Häuser nicht für beängstigende 38-Grad-Hitzewelle gebaut.

Experten warnen: Britische Häuser nicht für beängstigende 38-Grad-Hitzewelle gebaut.

London, United Kingdom, UK, Oxford Street, Pedestrians, Fodgængere, England
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Sommerwetter bringt normalerweise ein Gefühl der Erleichterung und die Möglichkeit, nach draußen zu gehen.

Doch wenn die Atmosphäre zu stark umschlägt, kann ein saisonaler Segen schnell zu einem erheblichen Gesundheitsrisiko werden. Eine große europäische Nation bereitet sich derzeit auf eine beispiellose Wetterlage vor, wie The Guardian berichtet.

Rekordverdächtige Prognosen

Das britische Met Office hat diese Woche seine Warnungen vor extremer Hitze ausgeweitet und rekordverdächtige Höchsttemperaturen von 38 °C prognostiziert. Meteorologen gehen davon aus, dass diese intensive Hitzewelle den aktuellen Juni-Rekord aus dem Jahr 1976 leicht brechen wird.

Offizielle warnen, dass die Gefahr weit über die Tagesthermometerablesungen hinausgeht, da hohe Luftfeuchtigkeit die Luft drückend wirken lässt.

Tom Crabtree, stellvertretender Chefmeteorologe des Met Office, erläuterte die Situation gegenüber The Guardian. „Die prognostizierte Hitzewelle entwickelt sich zu einem folgenreichen Unwetterereignis mit rekordverdächtigen Juni-Temperaturen und sehr hoher Luftfeuchtigkeit“, sagte Crabtree. Er fügte hinzu: „Die Kombination aus Hitze und Luftfeuchtigkeit wird drückend sein und Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft haben, von der öffentlichen Gesundheit und Infrastruktur bis hin zur Strom- und Wasserversorgung.“

Sich ausbreitende Bedrohungen

Selbst Nächte werden den schwitzenden Bewohnern wenig Erleichterung bieten. Die Temperaturen in südlichen Städten werden voraussichtlich nicht unter 20 °C fallen, ein Phänomen, das als tropische Nächte bekannt ist.

Becky Mitchell, Meteorologin des Met Office, stellte fest, dass das ungewöhnliche Muster ein klares Zeichen für einen sich erwärmenden Planeten ist. Mitchell sagte gegenüber The Guardian: „Der Klimawandel spielt definitiv eine Rolle bei diesen Temperaturen. Was 2022 geschah, könnte diese Woche erneut passieren.“

Die extremen Warnungen umfassen weite Teile Englands und Wales, bevor sie sich nach Norden ausbreiten. Neben der intensiven Hitze prognostiziert AccuWeather einen massiven Anstieg der Mückenpopulation in den südlichen Regionen.

Schutz der Schwächsten

Die Gesundheitsbehörden sind zutiefst besorgt um ältere Menschen und Familien mit geringem Einkommen. Die UK Health Security Agency (UKHSA) gab orangefarbene und gelbe Warnungen heraus und forderte Krankenhäuser auf, sich auf einen Zustrom schutzbedürftiger Patienten vorzubereiten.

Dr. Mehri Khosravi von der University of East London erklärte, warum ältere Generationen der größten Gefahr ausgesetzt sind. „Das Alter ist der stärkste Faktor, der die Auswirkungen von Hitze beeinflussen kann“, sagte Khosravi gegenüber The Guardian. Sie merkte an, dass „ihre Risikowahrnehmung im Vergleich zur jüngeren Bevölkerung gering ist“, und fügte hinzu, dass lokale Gebäude einfach nicht für extreme Hitze ausgelegt seien.

Um sicher zu bleiben, raten Beamte den Menschen, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, die Nachmittagssonne zu meiden und tagsüber die Fenster geschlossen zu halten.

Quellen: The Guardian, Met Office, AccuWeather, UKHSA