Jede Generation wächst mit der Hoffnung auf, es besser zu machen als die vorherige.
Jahrzehntelang schien der vertraute Aufstieg auf der wirtschaftlichen Leiter unglaublich schwierig. Doch ein überraschender Wandel in der modernen Arbeitswelt kehrt dieses Narrativ vollständig um, wie The Guardian berichtet.
Ein unerwarteter Aufschwung
Junge Arbeitnehmer, die kürzlich in den Arbeitsmarkt eingetreten sind, verzeichnen einen erfreulichen Zuwachs in ihren Geldbörsen. Eine neue Studie zeigt, dass die Gen Z die Millennials tatsächlich beim Vergleich im exakt gleichen Alter übertrifft.
Laut Daten der Resolution Foundation erleben die ältesten Mitglieder dieser Gruppe einen Mini-Lohnaufschwung. Dies steht in scharfem Kontrast zu den finanziellen Schwierigkeiten, die die vorherige Generation hart getroffen haben.
Die Millennials trugen die Hauptlast des Finanzcrashs von 2008. Aufgrund dieses Zeitpunkts waren sie die erste moderne Generation, die keine höheren verfügbaren Einkommen als ihre Eltern hatte.
Die Zahlen im Blick
Die Zahlen zeigen eine deutliche Lücke. Im Alter von 24 Jahren verdienten Arbeitnehmer, die in den späten 1990er-Jahren geboren wurden, 12 Prozent mehr an realem Wochenlohn als diejenigen, die in den späten 1980er-Jahren geboren wurden.
Charlie McCurdy, ein Ökonom der Resolution Foundation, merkte an, wie unerwartet diese Entwicklung sei. „Die Stagnation des Lebensstandards der Millennial-Generation ist im letzten Jahrzehnt gut dokumentiert worden. Viele haben spekuliert, dass der Abbau des Generationenfortschritts auch für die Gen Z angehalten habe“, so McCurdy. Er fügte hinzu: „Doch da die ältesten Mitglieder der Gen Z nun seit mehreren Jahren im Berufsleben stehen, ist die gute Nachricht, dass sie einen Mini-Lohnaufschwung erlebt haben.“
Ein Hauptgrund für diesen Sprung ist ein steigender Mindestlohn. Die Geringverdiener verzeichneten zwischen 2012 und 2025 einen Anstieg des Reallohns um 36 Prozent.
Drohende Wirtschaftsgefahren
Doch diese wirtschaftliche Hochphase könnte nicht von Dauer sein. Experten warnen, dass globale Konflikte und steigende Preise diese jüngsten Gewinne schnell zunichtemachen könnten.
Es gibt auch eine massive Kluft innerhalb der Gen Z selbst. Rund eine Million junger Menschen in Großbritannien sind derzeit komplett ohne Arbeit, Ausbildung oder Schulung.
Der ehemalige Minister Alan Milburn warnte, dass diese Zahl bis Anfang der 2030er-Jahre auf 1,25 Millionen ansteigen könnte. Die Resolution Foundation hob dieses wachsende Risiko hervor.
„Für einen erheblichen Teil der jüngeren Mitglieder der Gen Z sind ihre Karrieren überhaupt nicht in Gang gekommen“, erklärte die Gruppe. Sie folgerte: „Großbritanniens NEET-Krise stellt eine enorme, langfristige Herausforderung für die Gen Z dar, und ihre Bewältigung sollte eine oberste Priorität für die Regierung sein.“
Quellen: Resolution Foundation, Alan Milburn