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Die Illusion von Sicherheit ist verschwunden: Spürt Putin den Druck seiner eigenen Erzählung?

Vladimir Putin (1)
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Wladimir Putin steht unter wachsendem militärischem und politischem Druck, während sich die russischen Vorstöße verlangsamen, ukrainische Angriffe immer tiefer in russisches Gebiet vordringen und die westliche Unterstützung für Kyjiw stark bleibt.

Fast vier Jahre nach dem Beginn der Invasion in der Ukraine steht Wladimir Putin vor wachsenden militärischen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen. Während die aktuellen Entwicklungen normalerweise Verhandlungen begünstigen könnten, könnte die interne Logik des Kremls stattdessen das Risiko einer weiteren Eskalation erhöhen.

Laut Onet befindet sich der russische Präsident in einer Zwickmühle zwischen zunehmenden Schwierigkeiten auf dem Schlachtfeld und der Notwendigkeit, im Inland das Bild von Stärke aufrechtzuerhalten.

Der Krieg erreicht Russland

Onet berichtet, dass die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe auf Raffinerien und Infrastruktur in der Nähe von Moskau Russlands Verwundbarkeit auf eine Weise offengelegt haben, wie es seit Beginn des Krieges nur selten der Fall war.

Die Angriffe haben eine der zentralen Erzählungen des Kremls untergraben: dass gewöhnliche Russen weitgehend vor den Folgen des Konflikts geschützt bleiben würden.

Gleichzeitig haben sich die russischen militärischen Vorstöße verlangsamt, während die Ukraine immer erfolgreicher darin geworden ist, Logistikzentren, Treibstofflager und militärische Infrastruktur hinter den Frontlinien anzugreifen.

Die Hoffnungen des Kremls schwinden

Laut Onet hatte Moskau lange darauf gesetzt, dass die westliche Geschlossenheit mit der Zeit nachlassen und die militärische sowie politische Unterstützung für Kyjiw zurückgehen würde.

Stattdessen hat die Europäische Union die Sanktionen gegen Russland kürzlich um ein weiteres Jahr verlängert, während die Ukraine weiterhin Unterstützung von ihren Verbündeten erhält.

Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass eine Entspannung im Nahen Osten den Vereinigten Staaten ermöglichen könnte, ihre Aufmerksamkeit wieder stärker auf die Ukraine und Europa zu richten, was neue Herausforderungen für den Kreml schaffen könnte.

Putins Falle

Onet argumentiert, dass Putins politisches System auf dem Versprechen von Stabilität, Sicherheit und nationaler Stärke beruht.

Unter diesen Umständen würde ein Eingeständnis, dass Russlands ursprüngliche Kriegsziele unerreichbar sind, erhebliche politische Risiken mit sich bringen. Jeder Kompromiss könnte von der Öffentlichkeit, politischen Eliten oder nationalistischen Kräften innerhalb des Systems als Zeichen von Schwäche interpretiert werden.

Aus diesem Grund könnte es dem Kreml schwerfallen, Verhandlungen zu verfolgen, selbst wenn die militärische Realität zunehmend in diese Richtung weist.

Risiko einer Eskalation

Laut Onet bleibt eine direkte Konfrontation mit der NATO unwahrscheinlich, und auch der Einsatz von Atomwaffen wird von den meisten Experten weiterhin als wenig wahrscheinlich angesehen.

Russland könnte jedoch beschließen, die Angriffe auf ukrainische Städte, Energieinfrastruktur und militärische Ziele zu verstärken sowie seine Raketen- und Drohnenkampagnen auszuweiten.

Je sichtbarer die Kosten des Krieges werden und je stärker der Druck auf den Kreml wächst, desto eher könnte sich Putin gezwungen sehen zu demonstrieren, dass er weiterhin fest die Kontrolle besitzt – selbst wenn dies eine weitere Eskalation des Konflikts bedeutet.

Quellen: Onet, CNN