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Der Wirtschaftskrieg zwischen China und den USA hat sich gerade verschärft

Donald Trump, Xi Jinping, USA, China
The White House, Public domain, via Wikimedia Commons

China hat gegen die USA zurückgeschlagen und die Einsätze in der eskalierenden wirtschaftlichen Rivalität erhöht.

Der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China hat ein neues Kapitel erreicht, nachdem Peking neue Beschränkungen gegen amerikanische Unternehmen verhängt hat.

Die Maßnahme erfolgt als Reaktion auf die Entscheidung der USA, ihre Liste chinesischer Unternehmen mit mutmaßlichen Verbindungen zum Militär auszuweiten.

Die chinesischen Maßnahmen betreffen sowohl Industrieunternehmen als auch Firmen aus dem Verteidigungssektor. Gleichzeitig signalisiert Peking, dass das Land reagieren wird, wenn chinesische Unternehmen neuen Beschränkungen durch die Vereinigten Staaten ausgesetzt werden.

Laut CNBC gehen mehrere Analysten davon aus, dass Chinas Gegenmaßnahmen in erster Linie politischer Natur sind. Viele der betroffenen amerikanischen Unternehmen sind nur in begrenztem Umfang auf dem chinesischen Markt tätig.

Der Technologiewettstreit geht weiter

Anfang Juni veröffentlichte das US-Verteidigungsministerium eine aktualisierte Version seiner Beobachtungsliste chinesischer Unternehmen mit möglichen militärischen Verbindungen.

Zu den neu aufgenommenen Unternehmen gehören die Technologiekonzerne Alibaba und Baidu sowie der Elektroautohersteller BYD.

Die Liste umfasst Unternehmen, die nach Ansicht der US-Behörden Chinas militärische Fähigkeiten unterstützen. Die Aufnahme auf die Liste führt nicht automatisch zu Sanktionen, könnte jedoch Auswirkungen auf künftige Verträge mit US-Behörden haben.

Mehrere der betroffenen Unternehmen weisen die Vorwürfe als unbegründet zurück. Einige erwägen daher, die Entscheidung gerichtlich anzufechten – so wie Xiaomi dies zuvor erfolgreich getan hat, berichtet CNBC.

Begrenzte Auswirkungen

Unter anderem hat Peking Exportbeschränkungen gegen zehn amerikanische Unternehmen verhängt.

Das bedeutet, dass sie bestimmte Produkte chinesischen Ursprungs nicht mehr erhalten können.

Darüber hinaus haben 46 amerikanische Unternehmen die Möglichkeit verloren, sich um eine Reihe staatlicher Aufträge in China zu bewerben. Die meisten dieser Unternehmen sind dem Verteidigungssektor zuzuordnen.

Analysten weisen darauf hin, dass sowohl Washington als auch Peking weiterhin bemüht sind, die Spannungen unter Kontrolle zu halten.

Laut CNBC werden die jüngsten Maßnahmen daher eher als weiterer Schritt in der langjährigen Rivalität zwischen den beiden Ländern angesehen als als Beginn einer größeren Eskalation.

Der Kampf um Seltene Erden

Der Konflikt betrifft auch den Zugang zu sogenannten Seltenen Erden und anderen kritischen Mineralien, die für die Produktion von Elektrofahrzeugen, Windkraftanlagen, modernen Mikrochips und militärischer Ausrüstung unverzichtbar sind.

China nimmt derzeit eine dominante Stellung in der globalen Lieferkette ein. Nach Angaben der IEA ist China der führende Verarbeiter von 19 der 20 strategischen Mineralien und kontrolliert im Durchschnitt rund 70 Prozent des weltweiten Marktes für Verarbeitung und Raffinierung.

Dies verschafft dem Land erheblichen Einfluss auf globale Lieferketten und macht diese Rohstoffe zu einem wichtigen geopolitischen Instrument im Verhältnis zu den Vereinigten Staaten und anderen westlichen Ländern.

Die Vereinigten Staaten wollen ihre Abhängigkeit verringern

Aus diesem Grund haben die Vereinigten Staaten und mehrere verbündete Länder in den vergangenen Jahren versucht, ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferungen zu reduzieren.

Laut IEA geschieht dies durch Investitionen in neue Minen, Verarbeitungsanlagen und alternative Lieferketten.

Experten gehen jedoch davon aus, dass es viele Jahre dauern könnte, ausreichend Produktionskapazitäten außerhalb Chinas aufzubauen.

Diese anhaltende Abhängigkeit verschafft Peking weiterhin eine starke Position in der technologischen und wirtschaftlichen Rivalität zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt.

Quellen: CNBC, IEA