Die Zeitlinie offenbart eine kontinuierliche Kette von Verzögerungen.
Wenn ein Unternehmenschef eine Projektfrist setzt, ist es peinlich, diese einmal zu verpassen.
Fünfzehnmal eine Frist zu verpassen, bedeutet normalerweise, dass jemand seinen Job verliert. Doch auf einem brutalen Schlachtfeld in Osteuropa bedeuten verpasste Ziele einfach, dass mehr Menschen sterben.
Eine wahnhafte Zeitlinie
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj enthüllte kürzlich ein erschütterndes Muster militärischer Misserfolge Moskaus. Er erklärte, dass russische Kommandeure die Zielvorgaben für die Einnahme der Region Donezk immer wieder verschieben.
Laut einem Wochenend-Update auf der offiziellen Präsidenten-Website, zitiert von United24Media, wurde der Zeitplan seit Beginn der vollumfänglichen Invasion wiederholt neu geschrieben.
„Die politische Führung Russlands ist ständig wahnhaft, was den Donbass betrifft“, sagte Selenskyj in einer nationalen Ansprache.
Er hob die wiederholten Misserfolge hervor und bemerkte, dass die russische Armee bereits 15 separate Fristen erhalten habe, um das Territorium vollständig einzunehmen.
Jahre gebrochener Versprechen
Die Zeitlinie offenbart eine kontinuierliche Kette von Verzögerungen. Im ersten Kriegsjahr 2022 setzte Moskau fünf verschiedene Fristen für den Abschluss der Operation und verpasste diese vollständig.
Dieses peinliche Muster setzte sich in den nächsten drei Jahren fort. Kommandeure versprachen zweimal im Jahr 2023, zweimal im Jahr 2024 und dreimal im Laufe des Jahres 2025 den absoluten Sieg.
In dieser Zeit versuchten russische Beamte, amerikanische Führer davon zu überzeugen, dass die ukrainischen Verteidigungslinien brachen. Sie irrten sich jedes Mal, und das aktuelle Zieldatum liegt nun am Ende des Jahres.
Selenskyj warnte, dass dieses ständige Zurücksetzen nur massive Verluste für unmobilisierte russische Bürger verursachen werde, die an die Front gedrängt werden.
Harter Gegenschlag
Der Frontdruck bleibt trotz der russischen Verzögerungen intensiv. Ukrainische Beamte meldeten neue Angriffe auf die zivile Infrastruktur in mehreren Regionen, darunter einen tödlichen Angriff auf öffentliche Verkehrsmittel in Saporischschja.
Als Reaktion darauf treibt die Ukraine gezielte Langstrecken-Sanktionen voran. Lokale Verteidigungsbeamte und Geheimdienste arbeiten aktiv daran, die russische Kriegsmaschine von innen heraus zu lähmen.
Diese systemischen Gegenmaßnahmen zeigen echte Ergebnisse. Das Nachrichtenportal U24 Media berichtete, dass regionale Treibstoffknappheit dazu führt, dass durchschnittliche russische Bürger lange Schlangen in Kauf nehmen müssen, nur um Benzin zu kaufen.
Neue Feuerkraft finden
Kiew stützt sich auch auf internationale Partner, um eine stärkere Verteidigungsmauer gegen zukünftige Angriffe aufzubauen.
Selenskyj traf sich kürzlich mit dem dänischen Verteidigungsminister Jeppe Bruus, um ein wichtiges neues Drohnenabkommen abzuschließen. Das Treffen markierte den ersten offiziellen Besuch für den neuen Verteidigungsbeamten.
Die Staats- und Regierungschefs konzentrierten sich auf den Ausbau der europäischen antiballistischen Fähigkeiten. Dänemark bereitet derzeit die Lieferung seines 30. Militärhilfspakets vor, um ukrainischen Soldaten zu helfen, die Linie zu halten.
Quellen: United24 Media, Offizielle Website des Präsidenten der Ukraine