Laut People hat Ford Hunderte erfahrene Ingenieure eingestellt, nachdem das Unternehmen zu dem Schluss gekommen war, dass KI allein nicht mit menschlicher Expertise mithalten kann. Nach Angaben des Unternehmens verbessert die Kombination aus künstlicher Intelligenz und erfahrenen Ingenieuren bereits die Fahrzeugqualität und senkt die Kosten.
Ford hat mehr als 300 erfahrene Ingenieure, darunter auch ehemalige Mitarbeiter, eingestellt, nachdem der Autobauer zu dem Schluss gekommen war, dass künstliche Intelligenz allein nicht die angestrebte Qualität liefern konnte. Das berichtet People.
Der Schritt erfolgt trotz der umfangreichen Investitionen des Unternehmens in KI für seine Fertigungsprozesse in den vergangenen Jahren.
KI stößt an ihre Grenzen
Laut People unter Berufung auf Bloomberg erklärte Fords Chief Operating Officer Kumar Galhotra, das Unternehmen habe nach einer stärkeren Nutzung von KI-Systemen nicht die erwarteten Ergebnisse erzielt.
In den vergangenen drei Jahren stellte Ford rund 350 erfahrene Ingenieure ein, um die KI-Werkzeuge des Unternehmens zu verbessern und jüngere Mitarbeiter zu betreuen.
„Sie suchen nach Schwachstellen, bevor ein Bauteil überhaupt das Werk erreicht“, sagte Galhotra laut Bloomberg.
Menschliche Expertise
Mike Levine, Direktor für Produkt-, Qualitäts-, Sicherheits- und Lieferkettenkommunikation bei Ford Blue, erklärte, KI bleibe ein wichtiges Werkzeug, könne erfahrene Ingenieure jedoch nicht ersetzen.
„KI ist ein leistungsfähiges Werkzeug, um potenzielle Qualitätsprobleme zu erkennen, aber sie ist nur so gut wie die Menschen, die sie nutzen“, sagte Levine.
Er fügte hinzu, dass die Kombination aus KI und jahrzehntelanger Ingenieurserfahrung dabei helfe, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und gleichzeitig die nächste Generation von Ingenieuren auszubilden.
Qualität verbessert sich
Laut People zitierte Bloomberg außerdem Fords Vizepräsidenten Charles Poon, der erklärte, das Unternehmen habe der Erfahrung seiner Ingenieure in der Vergangenheit nicht genügend Bedeutung beigemessen.
CEO Jim Farley sagte, niedrigere Garantie- und Rückrufkosten führten bereits zu erheblichen Einsparungen. Zudem belegte Ford kürzlich den ersten Platz unter den Volumenherstellern in der J.D. Power Initial Quality Survey.
„Viele bezweifelten, dass ein amerikanisches Unternehmen mit einer großen amerikanischen Belegschaft qualitativ mit den Besten der Welt konkurrieren könnte – geschweige denn die Spitzenposition erreichen würde“, sagte Farley.
Quellen: People, Bloomberg