Die Ankunft markiert die erste Überstellung im Rahmen eines neuen Migrationsabkommens zwischen den USA und Palau, das zugleich die langjährige strategische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern widerspiegelt.
Die erste Person, die die USA im Rahmen des neuen Abkommens nach Palau geschickt haben, ist nun in dem Inselstaat angekommen.
Nach Angaben von AFP, zitiert von 20Minutes, kann der Inselstaat im Rahmen der Vereinbarung bis zu 75 Drittstaatsangehörige aufnehmen.
Das Abkommen ist mehr als eine Migrationspartnerschaft. Es spiegelt auch die engen Beziehungen zwischen den USA und Palau wider, die seit Jahrzehnten eine besondere politische und militärische Partnerschaft pflegen.
Der Inselstaat liegt im westlichen Pazifik als Teil Mikronesiens, östlich der Philippinen.
Enge Allianz
Palau wurde 1994 unabhängig und schloss gleichzeitig ein Freies Assoziierungsabkommen mit den USA. Im Rahmen des Abkommens bleiben die USA für die Verteidigung des Landes verantwortlich.
Die Partnerschaft umfasst außerdem umfangreiche wirtschaftliche Unterstützung, und das Land verwendet weiterhin den US-Dollar als Währung. Diese engen Beziehungen haben Palau zu einem der wichtigsten Partner der USA in der Region gemacht.
Die militärische Präsenz der USA in Palau wurde seit dem Amtsantritt von Präsident Surangel Whipps Jr. im Jahr 2020 weiter ausgebaut.
Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen in der Taiwanstraße, berichtet AFP.
Ein strategischer Partner der USA
Palaus Bedeutung für die USA reicht weit über die wirtschaftliche Unterstützung hinaus.
Im Rahmen des Freien Assoziierungsabkommens sind die USA für die Verteidigung des Landes verantwortlich und haben zudem das Recht, das Hoheitsgebiet Palaus für Sicherheits- und Verteidigungszwecke zu nutzen.
In den vergangenen Jahren ist der Inselstaat zu einem immer wichtigeren Bestandteil der US-Strategie im Indo-Pazifik geworden. Washington arbeitet dort daran, seine militärische Präsenz und seine Allianzen angesichts der wachsenden geopolitischen Konkurrenz mit China zu stärken.
Nach Angaben U.S. Department of State arbeiten die beiden Länder unter anderem in den Bereichen regionale Sicherheit, Katastrophenschutz und Verteidigung zusammen. Das Ministerium bezeichnet Palau als einen Schlüsselpartner bei den Bemühungen um einen freien und stabilen Indo-Pazifik.
Neues Abkommen
Das Migrationsabkommen wurde im Dezember unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung können sich bis zu 75 aus den USA überstellte Personen in dem Land niederlassen und dort arbeiten.
Als Teil des Abkommens stellen die USA 7,5 Millionen US-Dollar bereit, um den öffentlichen Sektor zu stärken und die Infrastruktur auszubauen, so AFP.
Die Vereinbarung könnte zu einem neuen Element der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern werden und zugleich Palaus wachsende strategische Bedeutung im Pazifikraum unterstreichen.
Quellen: 20Minutes, AFP, U.S. Department of State