Eine russische Ölraffinerie, die zuvor als „unerreichbar“ galt, wurde in Brand gesetzt.
Ukrainische Streitkräfte haben Berichten zufolge ihren eigenen Rekord für den bislang weitreichendsten Angriff auf feindliches Territorium seit Beginn der umfassenden Invasion aufgestellt.
Die ambitionierte Operation zielte auf eine riesige Anlage in der Stadt Omsk ab. Die Ölraffinerie liegt 2.500 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt und wurde zum ersten Mal seit Beginn des Krieges getroffen.
Nach Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine und der Spezialoperationskräfte traf der Angriff eine entscheidende Anlage zur primären Rohölverarbeitung namens ELOU-AVT-11. Diese Anlage kann jährlich 8,4 Millionen Tonnen Rohöl verarbeiten.
Über 3.000 Kilometer in der Luft
Militärvertreter bestätigten die beispiellose Reichweite der Mission.
„Drohnen der Spezialoperationskräfte legten bis zu 3.000 Kilometer zurück, um das Ziel zu erreichen. Dies war der weitreichendste Angriff auf feindliches Territorium seit Beginn der umfassenden Invasion“, erklärten die Spezialoperationskräfte.
Der Chefdesigner von Fire Point, Denys Shtilierman, dessen Unternehmen die Berichten zufolge bei dem Angriff eingesetzten Drohnen herstellt, schien den neuen Rekord zu bestätigen, indem er Aufnahmen der brennenden Raffinerie veröffentlichte.
In einem Kommentar zu dem Beitrag schrieb er lediglich „3400“ und bestätigte damit offenbar den neuen Rekord für die zurückgelegte Strecke.
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Verschiebung des Gleichgewichts
Als größte Ölraffinerie Russlands verarbeitet die Anlage in Omsk jährlich mehr als 21 Millionen Tonnen Rohöl. Vor diesem Angriff war sie der letzte große Benzinproduzent, der noch nicht von ukrainischen Streitkräften angegriffen worden war.
Um die Mission durchzuführen, setzten ukrainische Streitkräfte Berichten zufolge eine im Inland entwickelte FP-1-Kamikaze-Drohne ein. Laut Fire-Point-Chefdesigner Denys Shtilierman können die Drohnen bis zu 3.400 Kilometer weit fliegen. Sie kosten jeweils etwa 55.000 US-Dollar, und das Unternehmen stellt derzeit rund 100 Drohnen pro Tag her.
Diese Drohnen tragen schwere Nutzlasten, die darauf ausgelegt sind, strategische Versorgungslinien zu stören. Sie können mit bis zu 60 Kilogramm Sprengstoff beladen werden. Die Raffinerie in Omsk ist eine strategisch wichtige militärische Anlage, die große Mengen an Flugtreibstoff, Dieselkraftstoff und hochoktanigem Benzin produziert.
Diese Langstreckenoperation folgt auf mehrere weitere jüngste Luftangriffe, die Berichten zufolge von ukrainischen Sicherheitsdiensten durchgeführt wurden. Im Verlauf derselben Woche griffen separate Drohnenteams Berichten zufolge die Ölraffinerien in Jaroslawl und Ust-Luga, ein Treibstoffterminal in Wyssozk sowie einen Luftwaffenstützpunkt auf der besetzten Krim an.

