Die Granaten sollen Berichten zufolge über eine größere Reichweite und eine verbesserte Präzision verfügen.
Der deutsche Verteidigungskonzern Rheinmetall hat einen Großauftrag zur Lieferung von Tausenden von 155-mm-Artilleriegranaten und Treibladungen an die Ukraine erhalten.
Laut einer Unternehmensmitteilung vom 8. Juli hat ein ungenannter NATO-Mitgliedstaat den Auftrag erteilt.
Der nicht genannte Käufer zahlt einen Preis im mittleren zweistelligen Millionenbereich in Euro.
Das Düsseldorfer Verteidigungsunternehmen hat bereits mit der Fertigung der Munition begonnen.
Die Produktion schreitet zügig voran. Die gesamte Bestellung soll vor April 2027 ausgeliefert werden.
Vorbereitungen für 2030
Rheinmetall kündigte zudem an, erhebliche Investitionen in seine bestehenden Produktionsanlagen zu tätigen und gleichzeitig neue Fertigungsstätten zu errichten, um der weltweit steigenden Nachfrage nach moderner Artillerie gerecht zu werden.
Das Unternehmen startete diese Produktionserweiterungsstrategie im Jahr 2022. Dadurch hat sich Rheinmetall als einer der weltweit führenden Munitionshersteller etabliert. Bis 2030 strebt das Unternehmen an, jährlich etwa 1,5 Millionen Artilleriegranaten zu produzieren.
Der Auftrag folgt auf eine weitere wichtige Ankündigung, die nur 24 Stunden zuvor erfolgte. Rheinmetall und das US-Verteidigungsunternehmen Lockheed Martin gaben eine wegweisende Partnerschaft bekannt, um Europas erste Produktionsanlage für taktische ballistische ATACMS-Raketen zu errichten.
Laut der gemeinsamen Unternehmensmitteilung wird die neue Produktionslinie in eine große Anlage in Deutschland integriert.
Größere Reichweite und verbesserte Präzision
Laut Rheinmetall besteht das Paket aus spezialisierten Base-Bleed-Projektilen. Diese werden von der spanischen Tochtergesellschaft Rheinmetall Expal Munitions hergestellt, während eine andere Sparte die modularen Treibladungen liefert.
Zusammen bieten sie den Truppen eine größere Reichweite und verbesserte Präzision.
Diese Munition ist bereits bei mehreren NATO-Staaten im Einsatz. Da sie vollständig mit westlichen Standardwaffensystemen kompatibel ist, können die ukrainischen Streitkräfte sie sofort einsetzen, ohne dass eine umfangreiche zusätzliche Ausbildung erforderlich ist.