Startseite Politik Verlängerung: Die Nationalgarde bleibt jahrelang in Washington, D.C.

Verlängerung: Die Nationalgarde bleibt jahrelang in Washington, D.C.

National Guard, Washington DC
Philip Yabut / Shutterstock.com

Der Einsatz hat bereits 330 Millionen US-Dollar gekostet.

Im August 2025 wurde die Nationalgarde nach Washington, D.C., entsandt.

Damals rief Präsident Donald Trump laut BBC den „öffentlichen Sicherheitsnotstand“ aus, woraufhin 800 Soldaten der Nationalgarde in die Hauptstadt geschickt wurden.

Die Bürgermeisterin von Washington, D.C., Muriel Bowser, wies die Notwendigkeit eines Einsatzes der Nationalgarde in der Hauptstadt zurück und verwies auf Daten, die sinkende Tötungsdelikte sowie den niedrigsten Stand der Gewaltkriminalität seit 30 Jahren belegten.

Doch die Nationalgarde wurde entsandt, sie ist noch immer dort und wird nach Trumps neuer Anordnung so bald nicht abziehen.

Mehrjährige Verlängerung

Laut MS Now und NPR hat Donald Trump den Einsatz der Nationalgarde in Washington, D.C., nun bis Januar 2029 verlängert.

Beamte des Verteidigungsministeriums bestätigten, dass die Truppen bis zur nächsten Amtseinführung im Einsatz bleiben werden. Damit handelt es sich um einen der längsten und umstrittensten Inlandseinsätze des Militärs in der modernen amerikanischen Geschichte.

Zur Unterstützung der Veranstaltungen zum 250. Jahrestag der Vereinigten Staaten verdoppelte der Präsident die Zahl der stationierten Soldaten auf mehr als 5.000.

Ein fragwürdiger Schutz

Dennoch hat der Einsatz kaum dazu beigetragen, die Gewaltkriminalität einzudämmen. Eine Studie des Niskanen Center ergab, dass opportunistische Eigentumsdelikte wie Autodiebstahl zwar um 24 % zurückgingen, Gewaltverbrechen wie Raub und Tötungsdelikte jedoch unverändert blieben.

Der Grund dafür ist, dass die Soldaten Touristengebiete und Bundesgebäude patrouillierten, anstatt in Stadtteilen mit hoher Kriminalität eingesetzt zu werden. Sie setzten Ausgangssperren durch und nahmen Verdächtige im Rahmen einer vorübergehenden föderalen Bevollmächtigung fest, waren jedoch bei regulären Polizeiaufgaben und der weiteren Bearbeitung der Fälle auf die örtliche Polizei angewiesen.

Dennoch verteidigen Regierungsvertreter den Einsatz. Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, sagte den Soldaten im Juli, ihre Präsenz vermittle den Menschen ein Gefühl psychologischer Sicherheit.

„Man kann den Wert dessen, was Sie geleistet haben, nicht in Dollar bemessen“, sagte Miller.