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Neue Blamage für Putin: Russlands neues Flugzeug kann auf nassen oder verschmutzten Startbahnen nicht starten

Vladimir Putin
Skärmdump / YouTube

Es kann auch nicht bei Eis oder Sturm fliegen.

Das Vorankommen von Punkt A nach Punkt B in der eisigen Kälte des Nordens ist schon schwierig genug. Doch es wird noch schlimmer, wenn globale Konflikte den Zugang zu ausländischer Technologie abschneiden.

Westliche Sanktionen haben Russlands kommerziellen Luftfahrtsektor schwer getroffen. Laut Onet waren bis Ende Juni 130 von 673 Flugzeugen großer Fluggesellschaften vollständig außer Betrieb.

Um dies zu beheben, hat die Regierung von Präsident Wladimir Putin erhebliche Mittel in die heimische Flugzeugproduktion gesteckt. Ihr Kronjuwel war die Iljuschin Il-114-300, ein neues Turboprop-Passagierflugzeug, das speziell für den eisigen hohen Norden entwickelt wurde.

Doch dieser Traum ist auf ein großes Hindernis gestoßen.

Keine Kälte erlaubt

Obwohl die Luftfahrtbehörde Rosawiatsija das Flugzeug kürzlich zertifiziert hat, erfolgte die Zulassung mit einem eklatanten Haken. Nach jedem Maßstab ist dies für ein arktisches Flugzeug bizarr.

Das Luftfahrtportal aeroTelegraph zitiert Zertifizierungsdokumente, die offenbaren, dass die endgültige Zulassung Flüge nur bei Temperaturen zwischen minus 9 und plus 25 Grad Celsius erlaubt – nicht gerade arktische Bedingungen.

Es kommt noch schlimmer. Flüge bei Sturm oder Eis sind verboten, und Piloten dürfen nicht auf nassen oder verschmutzten Landebahnen landen. Dies stellt ein enormes Hindernis dar, da das Flugzeug gebaut wurde, um veraltete Antonow-Flugzeuge aus der Sowjetzeit auf rauen, unbefestigten Landepisten im Norden zu ersetzen.

Die United Aircraft Corporation, der Hersteller, versucht, das Problem herunterzuspielen. Das Unternehmen betont, dass ein schrittweiser Zulassungsprozess normal sei.

Nach Angaben des Unternehmens ist das Flugzeug erfolgreich bei minus 42 Grad Celsius geflogen, und eine umfassendere Zertifizierung werde bald folgen.

Bereits drei Jahre Verspätung

Selbst wenn die technischen Probleme gelöst werden, wird es Zeit brauchen, die Flugzeuge in die Luft zu bringen. Das ehrgeizige Projekt hat jahrelang unter ständigen Rückschlägen gelitten.

Ursprünglich für das Jahr 2023 geplant, hat sich der Liefertermin wiederholt verschoben. Die vollständige Zertifizierung wird nun erst 2026 erwartet.

Widersprüchliche Aussagen russischer Beamter werfen ebenfalls Fragen auf. Während das Verkehrsministerium behauptet, die ersten drei Flugzeuge würden dieses Jahr eintreffen, räumte Rostec-Chef Sergej Tschemesow kürzlich ein, dass die Massenproduktion erst 2027 beginnen werde.