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Der kommende Winter könnte Putins letzte Chance sein, die Ukraine zu brechen, sagt polnischer Minister

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Er verweist auf den Verkauf von Russlands Goldreserven als Zeichen dafür, dass Moskau die Ressourcen ausgehen.

Angesichts von Warnungen, dass Putin innerhalb weniger Monate eine neue Mobilisierung vorbereite, forderte der polnische Außenminister Radosław Sikorski die Verbündeten auf, wachsam zu bleiben. Er deutete an, dass der kommende Winter Putins letzte Chance sein könnte, einen Sieg im Krieg in der Ukraine zu erringen.

Im Gespräch mit dem polnischen Sender TVP Info sagte Sikorski, Moskau setze seine Vorstöße und Bombenabwürfe fort. Er stellte klar, dass Russland trotz jüngster diplomatischer Spannungen zwischen Polen und der Ukraine der gemeinsame Gegner Warschaus und Kiews bleibe.

Jahrhunderte der Einmischung liegen den aktuellen Ereignissen zugrunde. Russische Agenten versuchen laut dem Außenminister seit dem 17. Jahrhundert, Polen gegen Ukrainer aufzuhetzen. Er warnte davor, in langjährige vom Kreml gestellte Fallen zu tappen.

Sikorski äußerte zudem Bedenken hinsichtlich potenzieller hybrider Angriffe auf NATO-Mitglieder. Er betonte, dass die Offenlegung von Kreml-Plänen deren Erfolgsaussichten verringere.

Die Reserven schwinden

Jenseits der Grenzspannungen wies der polnische Diplomat direkt auf Moskaus wachsende finanzielle Belastung hin. In der ersten Hälfte des Jahres 2026 veräußerte Russland rekordhohe 44 Tonnen aus seinen Goldreserven, um sich über Wasser zu halten.

Dieser Rekordverkauf signalisiere tiefe wirtschaftliche Probleme. Sikorski argumentierte, dass solche drastischen Schritte beweisen, dass der Kreml seine verbleibenden Vermögenswerte viel schneller als erwartet verbraucht.

Auch diplomatische Bemühungen böten wenig Trost. Nach einem kurzen 37-minütigen Treffen zwischen US-Außenminister Marco Rubio und dem russischen Außenminister Sergei Lawrow äußerte Sikorski Skepsis gegenüber schnellen Lösungen.

„Letztlich sehe ich keinen Raum für Zusammenarbeit, denn Putin müsste seine Ambitionen hinsichtlich der Eroberung der Ukraine zurückschrauben. Er müsste erkennen, dass dieser Krieg ein krimineller Fehler war. Aber das wird sicherlich nicht geschehen“, erklärte der polnische Minister.

Ein entscheidender Winter

All diese wirtschaftlichen Belastungen fallen mit der bevorstehenden kalten Jahreszeit zusammen.

Sikorski glaubt, der Kreml sehe sich einem sich verengenden Zeitfenster gegenüber, um seine militärischen Ziele zu erreichen.

„Das bedeutet, dass Russland die Ressourcen ausgehen. Dieser Winter könnte Putins letzte Hoffnung sein, die Ukraine zu brechen. Und es liegt in unserem Interesse, dass die Ukraine diesen Krieg nicht nur übersteht, sondern auch gewinnt“, schloss Sikorski.