Audi in der Krise: Rückruf von 604.000 Fahrzeugen wegen Abgas-Manipulationen

Amalie L.

16 Wochen vor

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13/12/2024
Autos
Symbolfoto: Shutterstock
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Audi steht erneut im Rampenlicht – und wieder geht es um manipulierte Abgasreinigungssysteme.

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Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), Deutschlands oberste Verkehrsbehörde, hat die Rückrufaktion von insgesamt 604.000 Fahrzeugen weltweit angeordnet. Der Grund: Illegale Manipulationen, die die Abgaswerte auf dem Papier schöner erscheinen lassen, als sie in der Realität sind.

Das berichtet Boosted

Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus verschiedenen Modellreihen und Baujahren. Der Rückruf ist in zwei Kampagnen unterteilt. Die erste umfasst 342.179 Fahrzeuge der Modelle A4, A6 und A8 aus den Baujahren 2005 bis 2010. Laut KBA befinden sich 128.959 dieser Autos in Deutschland. Hier wurde festgestellt, dass die Abgasreinigung so manipuliert wurde, dass sie nicht wie vorgesehen arbeitet.

Die zweite Rückrufaktion betrifft 262.264 Fahrzeuge der Modellreihen A4, A5, A6, A7, A8, Q5 und Q7, die zwischen 2010 und 2017 produziert wurden. Von diesen sollen etwa 50.000 auf deutschen Straßen unterwegs sein. Diesmal steht das EGR-System im Fokus, eine Technik, die Abgase in den Motor zurückführt, um den Ausstoß von Stickoxiden (NOx) zu reduzieren. Auch hier erfüllen die Fahrzeuge nicht die geltenden EU-Vorgaben.

Audi plant, die Probleme mit Software-Updates oder, falls nötig, durch den Austausch von Bauteilen zu lösen. Doch die Marke ist nicht allein: Auch Volkswagen und BMW mussten bereits Rückrufaktionen wegen ähnlicher Manipulationen durchführen.

Betroffene Halter werden direkt von den Behörden informiert, da Hersteller in Deutschland keinen direkten Kontakt aufnehmen dürfen. Das KBA betont, dass die Rückrufe unumgänglich sind, da die Fahrzeuge die Umweltvorgaben ihrer Typgenehmigung erfüllen müssen.

Audi steht somit erneut vor der Herausforderung, das Vertrauen der Kunden und der Öffentlichkeit zurückzugewinnen.