Der US-Autokonzern General Motors hat einen massiven finanziellen Rückschlag erlitten, nachdem er seine Ambitionen im Bereich der Elektrofahrzeuge zurückgefahren hat.
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General Motors hat Verluste in Höhe von umgerechnet rund 7,2 Milliarden US-Dollar (etwa 6,6 Milliarden Euro) verbucht, nachdem große Teile seiner Strategie für Elektroautos verlangsamt oder ganz aufgegeben wurden.
Laut den Finanzangaben des Unternehmens werden sich die Verluste in den Ergebnissen für Januar 2026 niederschlagen.
Darin enthalten ist eine neue Abschreibung von rund 6,1 Milliarden US-Dollar (rund 5,7 Milliarden Euro), zusätzlich zu einer bereits im Oktober 2025 erfassten Wertminderung.
Die Belastungen stehen größtenteils im Zusammenhang mit gestrichenen Elektrofahrzeugprojekten sowie gekündigten Lieferantenverträgen.
Politische Auswirkungen
Der finanzielle Einschnitt folgt auf weitreichende politische Kursänderungen in den Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump.
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Mehrere Fördermaßnahmen zur Beschleunigung der Verbreitung von Elektroautos wurden zurückgenommen.
Dazu zählte unter anderem eine Steuervergünstigung von mehr als 7.500 US-Dollar (rund 7.000 Euro) pro Elektrofahrzeug.
Branchenanalysten zufolge hat der Wegfall dieser Unterstützung zu einer deutlichen Abkühlung der Nachfrage nach E-Autos beigetragen.
Der Großteil der Verluste resultiert aus aufgegebenen Investitionen in die Batteriefertigung und in Elektroplattformen der nächsten Generation.
Der Automobilhersteller muss zudem erhebliche Kosten tragen, um langfristige Vereinbarungen mit Zulieferern und Partnern zu beenden, die zu einer Zeit abgeschlossen wurden, als die Nachfrageprognosen für Elektroautos deutlich optimistischer waren.
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Trotz des Umfangs der Abschreibungen erklärte das Unternehmen, der Schritt sei notwendig gewesen, um die langfristige finanzielle Stabilität zu sichern.
Rückkehr zum Verbrennungsmotor
Zur Stabilisierung der Erträge verlagert General Motors seinen Fokus wieder stärker auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Große Pick-ups und SUVs zählen weiterhin zu den profitabelsten Produkten des Konzerns und sollen in den kommenden Jahren einen größeren Anteil am Absatz ausmachen.
Bemerkenswert ist, dass die Ankündigung die Investoren nicht verunsichert hat. Die Aktie von General Motors ist seit Jahresbeginn um rund 4,8 Prozent gestiegen.
Quellen: Unternehmensunterlagen, CNN