BMW erfindet seinen ikonischen 3er komplett neu, indem Dieselmotoren abgeschafft und die „Neue Klasse“-Architektur eingeführt werden. Neben einem 443 PS starken Mild-Hybrid-Reihensechszylinder wird ein neuer elektrischer i3 angeboten, der eine erstaunliche Reichweite von 912 Kilometern erreicht.
BMW krempelt das Herzstück seiner Modellpalette radikal um. Die nächste Generation des ikonischen 3er verabschiedet sich vollständig vom Diesel und teilt ihre Identität zwischen elektrifizierten Verbrennungsmotoren und einem massiven Sprung in der reinen Elektro-Performance auf.
Laut elEconomista führt der deutsche Automobilhersteller seine mit Spannung erwartete Technologieplattform „Neue Klasse“ ein. Diese Architektur präsentiert den neuen BMW i3, der das Typenschild komplett neu definiert und zu einer leistungsstarken Elektrolimousine wird, die über 900 Kilometer mit einer einzigen Ladung zurücklegen kann.
Enorme Reichweite und 800-Volt-Laden
Die Elektro-Modellreihe startet mit dem i3 40 xDrive, der über zwei Motoren, 374 PS und eine 82,8-kWh-Batterie verfügt, die eine WLTP-Reichweite von bis zu 710 Kilometern ermöglicht. Das wahre Flaggschiff der Elektroflotte ist jedoch der i3 50 xDrive. Mit 469 PS und einem massiven 108,7-kWh-Batteriepaket erweitert diese Version die maximale Reichweite auf erstaunliche 912 Kilometer.
Um solch große Batterien zu unterstützen, setzt BMW auf eine 800-Volt-Elektroarchitektur, die schnelles Laden mit Geschwindigkeiten von bis zu 400 kW ermöglicht. Unter optimalen Bedingungen kann der i3 50 xDrive in nur zehn Minuten 423 Kilometer Reichweite wiederherstellen. Für Käufer, die noch mehr Leistung wünschen, soll eine extreme i3 M60 xDrive Variante im Jahr 2027 auf den Markt kommen.
Das Ende des Diesels und ein 443 PS starker Benzin-Schwanengesang
Während der elektrische i3 die Zukunft repräsentiert, verabschiedet sich BMW noch nicht vollständig vom Verbrennungsmotor. Die legendären Dieselmotoren, die einst den europäischen 3er-Markt prägten, wurden jedoch dauerhaft eingestellt.
Stattdessen wird die Verbrenner-Modellreihe auf 48-Volt-Mild-Hybrid-Benzinmotoren setzen, wobei Plug-in-Hybrid-Optionen später folgen werden. Das Glanzstück der Verbrenner-Palette ist der neue M350 xDrive. Angetrieben von einem 3,0-Liter-Reihensechszylindermotor, gepaart mit Mild-Hybrid-Unterstützung, leistet er 443 PS. Die Allrad-Limousine beschleunigt in nur 4,1 Sekunden von null auf 100 km/h. Als Hommage an Fahrpuristen hat BMW den M350 mit einer neuen „Drift Moment“-Funktion ausgestattet, die es dem System ermöglicht, die Kraft ausschließlich an die Hinterachse zu leiten, um kontrolliertes Übersteuern zu ermöglichen. Die Verbrenner-Modellreihe wird zum Start auch zwei Vierzylinder-Motoroptionen umfassen.
Eine einheitliche „Neue Klasse“-Ästhetik
Unabhängig vom Antriebsstrang wird die gesamte 3er-Modellreihe eine einheitliche visuelle Identität auf Basis der „Neue Klasse“-Designsprache teilen. Die klassischen Limousinen-Proportionen bleiben mit einem langen Radstand und kurzen Überhängen erhalten, aber das Exterieur führt bündige, versenkbare Türgriffe und eine neu integrierte Frontpartie ein, die die ikonische Doppelniere mit den Doppelscheinwerfern verschmilzt.
Im Innenraum werden physische Tasten weitgehend durch die neue BMW Panoramic iDrive-Oberfläche ersetzt. Das Armaturenbrett wird von einem massiven 17,9-Zoll-Zentral-Touchscreen dominiert, der das BMW Operating System X ausführt. Das System integriert Touch-Bedienelemente, Lenkrad-Eingaben, ein optionales 3D-Head-Up-Display und einen fortschrittlichen Sprachassistenten, der auf Amazon Alexa+-Technologie basiert.
Um die technologische Aufteilung zu bewältigen, werden die Produktionsaufgaben nach Antriebsstrang geteilt. Die elektrischen i3-Varianten werden im Werk München montiert, während die Verbrennermodelle in Dingolfing vom Band laufen werden.