Boom der E-Autos in Frankreich: Was Deutschland von den Nachbarn lernen kann

Olivia Rosenberg

1 Woche vor

|

10/06/2024
Autos
Foto: Shutterstock
Foto: Shutterstock
Der französische Weg zur Elektromobilität.

Frankreich erlebt einen Boom bei den Neuzulassungen von Elektroautos, während der Absatz in Deutschland zurückgeht. 

Der Grund für diesen Unterschied liegt laut Focus Online vor allem in der unterschiedlichen Förderpolitik und den Preismodellen der Hersteller. 

Französische Autobauer wie Renault, Dacia und Citroën bieten bereits heute preisgünstige Elektrofahrzeuge an, die sich einer wachsenden Beliebtheit erfreuen. 

Beispielsweise ist der Dacia Spring für unter 25.000 Euro zu haben, was ihn besonders attraktiv macht.

Die französische Regierung unterstützt den Kauf von Elektroautos durch eine aktive Förderpolitik, die klima-, industrie- und sozialpolitische Maßnahmen miteinander verknüpft. 

Neben einer Umweltprämie von 4.000 Euro wurde in diesem Jahr ein Sozial-Leasing-Programm eingeführt, das sich speziell an Geringverdiener richtet. Aufgrund der hohen Nachfrage waren die Mittel schnell ausgeschöpft, doch das Programm soll im kommenden Jahr wiederholt werden.

Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Neuzulassungen von Elektroautos in Frankreich im ersten Quartal 2024 um 28 Prozent gestiegen sind.

Im Gegensatz dazu stagniert der Markt in Deutschland. Die Bundesregierung hat zwar ambitionierte Ziele, bis 2030 rund 15 Millionen Elektroautos auf die Straßen zu bringen, doch bisher sind es erst etwa 1,5 Millionen. 

Nach dem Auslaufen des Umweltbonus im Dezember 2023 ging die Zahl der Neuzulassungen deutlich zurück. 

Deutsche Hersteller setzen überwiegend auf das Premiumsegment, wodurch günstige Einstiegsmodelle fehlen. Laut einer Analyse des ADAC sind in Deutschland nur wenige Elektroautos unter 30.000 Euro erhältlich.