20 Prozent der Deutschen gelten als Geringverdiener: Wer fällt darunter?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

14 Wochen vor

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15/02/2024
Foto: Shutterstock
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Unterschiedliche Einkommensgrenzen für Geringverdiener.

In Deutschland spielt das Gehalt eine entscheidende Rolle bei der Einstufung als Geringverdiener. 

Eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) legt fest, dass Vollzeitbeschäftigte mit einem monatlichen Bruttoeinkommen von 2.203 Euro oder weniger als geringverdienend gelten. 

Diese Einkommensgrenze variiert jedoch regional, wobei im Osten Deutschlands die Schwelle für Geringverdiener bei einem Bruttoverdienst von bis zu 1.805 Euro liegt, während sie im Westen bei 2.289 Euro angesetzt wird. 

Diese Unterschiede spiegeln die variierenden Lebenshaltungskosten und Arbeitsmarktlagen innerhalb des Landes wider, wie FOCUS online berichtet.

Die Definition eines Geringverdieners kann weitreichende Auswirkungen auf die finanzielle Situation einer Person haben. Fast jede fünfte Person in Deutschland zählt zur Gruppe der Geringverdienenden, was rund 20 Prozent der Bevölkerung entspricht. 

Besonders betroffen sind Frauen, junge Vollzeitbeschäftigte und Personen ohne Berufsabschluss. 

Trotz dieser ernüchternden Zahlen zeigt die Studie der Hans-Böckler-Stiftung auch eine positive Entwicklung: Die Anzahl der Geringverdiener nimmt kontinuierlich ab. 

Während im Jahr 2011 noch 21,1 Prozent aller Vollzeitbeschäftigten als Geringverdiener eingestuft wurden, sank diese Zahl bis 2020 auf 18,7 Prozent.