Ampelkoalition unter Beschuss: Financial Times warnt vor 'Unfall in Zeitlupe'

Geschrieben von Olivia Rosenberg

17 Wochen vor

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29/01/2024
Foto: Shutterstock
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Deutschland als wirtschaftlicher Verlierer 2023.

Die britische "Financial Times" hat in einem kritischen Leitartikel der dem Focus vor liegt Deutschland als die „schlechteste große Volkswirtschaft der Welt“ im Jahr 2023 bezeichnet. 

Die Zeitung zeichnet ein düsteres Bild der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland, die von landesweiten Streiks und einem Absturz der Ampelkoalition in der Wählergunst geprägt ist. 

Besonders hervorgehoben wird die Diskrepanz zwischen den Versprechungen von Bundeskanzler Scholz beim Wirtschaftsgipfel in Davos 2023 und der Realität. 

Die deutsche Wirtschaft wird mit einem „Auto-Unfall in Zeitlupe“ verglichen, was die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen das Land konfrontiert ist, unterstreicht.

Die "Financial Times" identifiziert drei Hauptkritikpunkte: Erstens den Aufstieg der AfD, der sich auf die Schwäche der Ampelkoalition zurückführen lässt.

Zweitens die Sparmaßnahmen der Regierung, die nicht nur zu Streiks geführt haben, sondern auch das Vertrauen der Deutschen in die Wirtschaft beeinträchtigen. 

Drittens wird die grüne Klimapolitik als umstritten und kontraproduktiv dargestellt. Die Zeitung betont, dass die Koalitionspartner SPD, Grüne und FDP selbst in einfacheren Zeiten keine idealen Partner wären.

Die "Financial Times" fordert die deutsche Regierung auf, sich „endlich zusammenzureißen“. 

Sie weist darauf hin, dass Deutschland vor großen Herausforderungen steht, wie der Erneuerung der Infrastruktur, der Senkung der Energiekosten, der Beschleunigung der Digitalisierung und der Diversifizierung der Wirtschaft. 

Das Fazit der "FT" ist klar: Die zusammengewürfelte Koalition muss dringend handeln, um die anstehenden Probleme zu bewältigen.