Frankreich prüft den Einsatz von nuklearfähigen Jagdflugzeugen in Deutschland

Amalie L.

5 Stunden vor

|

26/02/2025
Deutschland
Symbolfoto: Shutterstock.com
Symbolfoto: Shutterstock.com
Ein starkes Signal an Russland im Zuge einer sich verändernden US-Politik.

JETZT LESEN AUCH ANDERE

Berichten zufolge erwägt Frankreich, nuklearfähige Jagdflugzeuge nach Deutschland zu verlegen, um ein „starkes Signal“ an Russland zu senden.

Dieser Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der sich die USA unter der Regierung von Präsident Donald Trump offenbar zunehmend von europäischen Sicherheitsangelegenheiten und der Ukraine distanzieren, was Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Verteidigungsstrategie des Kontinents aufwirft.

Französische Nuklearabschreckungsstrategie Laut The Telegraph erklärte ein französischer Beamter, dass eine solche Verlegung „nicht schwierig“ sein sollte und als klares Warnsignal an Moskau dienen würde. Diese Maßnahme könnte auch den britischen Premierminister Keir Starmer dazu veranlassen, ähnliche Schritte zu unternehmen.

Frankreich verfügt derzeit über schätzungsweise 300 nukleare Sprengköpfe im Rahmen seines force de dissuasion (Abschreckungsstreitmacht)-Programms, das sowohl Luft- als auch Seestützsysteme umfasst.

Im Gegensatz dazu verlässt sich das Vereinigte Königreich auf sein Trident-Nuklearabschreckungssystem, das aus vier U-Booten der Vanguard-Klasse besteht, die jeweils bis zu 16 nukleare Sprengköpfe transportieren können.

Wie HotNews.ro berichtete, fanden diese Gespräche am selben Tag statt, an dem der französische Präsident Emmanuel Macron den US-Präsidenten Trump im Weißen Haus traf. Ihre Gespräche konzentrierten sich auf die fortgesetzte Unterstützung der Ukraine und mögliche Friedensverhandlungen.

Stärkung der europäischen Verteidigungsautonomie Während einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit Trump betonte Macron die Notwendigkeit der Unterstützung der USA bei zukünftigen Friedensvereinbarungen, forderte jedoch auch Europa auf, mehr Verantwortung für seine eigene Sicherheit zu übernehmen.

Vor dem Treffen mit Trump führte Macron auch Gespräche mit Friedrich Merz, dem Vorsitzenden der CDU in Deutschland und wahrscheinlich zukünftigen Kanzler nach dem jüngsten Wahlsieg der Partei.

Merz hat Großbritannien und Frankreich aufgefordert, ihren nuklearen Schutz auszubauen, und sich für eine größere europäische Verteidigungsautonomie gegenüber den USA ausgesprochen.

„Wenn diejenigen, die ihr Motto von ‚America First‘ zu ‚America Alone‘ ändern, sich durchsetzen, wird es schwierig“, erklärte Merz am Montag und äußerte die Hoffnung, dass die transatlantischen Beziehungen dennoch erhalten bleiben könnten.

Was kommt als Nächstes? Würde die Verlegung französischer nuklearfähiger Jagdflugzeuge nach Deutschland umgesetzt, würde dies einen bedeutenden Wandel in der Verteidigungsstrategie Europas darstellen.

Es signalisiert ein wachsendes Bewusstsein unter den europäischen Führern, dass sie möglicherweise weniger auf die USA angewiesen sein und ein unabhängigeres Sicherheitsrahmenwerk als Antwort auf globale Bedrohungen aufbauen müssen.