Hochwasserlage spitzt sich zu: Dramatische Lage in Baden-Württemberg und Bayern

Olivia Rosenberg

2 Wochen vor

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03/06/2024
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Einsatzkräfte im Dauereinsatz.

Die Hochwasserlage in Süddeutschland wird zunehmend kritischer, insbesondere in Baden-Württemberg und Bayern.

In Baden-Württemberg stehen laut dem Spiegel mehrere Städte und Gemeinden vor großen Herausforderungen. Zehntausende Einsatzkräfte sind seit Freitagabend im Dauereinsatz, um Dämme aus Sandsäcken zu errichten, Wasser abzupumpen und Gefahrenzonen abzusperren. 

Leider kam ein Feuerwehrmann ums Leben, und ein weiterer wird noch vermisst, ebenso wie eine Frau.

In der Stadt Ebersbach an der Fils südöstlich von Stuttgart wurden zahlreiche Menschen in Gefahr gebracht. Laut Landratsamt Göppingen wurden die Einwohner aufgefordert, wichtige Dokumente und das Nötigste zu packen und die Nacht außer Haus zu verbringen.

Auch in Rudersberg und Esslingen am Neckar ist die Lage angespannt. In Esslingen wird ein provisorischer Damm errichtet, um die Innenstadt vor Überflutungen zu schützen. 

Insgesamt mussten in Bayern bisher mehr als 3000 Menschen ihre Wohnungen verlassen, und in mindestens zehn Landkreisen wurde der Katastrophenfall ausgerufen. Laut einem Sprecher des bayerischen Innenministeriums handelt es sich um ein unberechenbares Hochwasser.

Die höchste Warnstufe vier wurde entlang der Donau von Regensburg bis Straubing erreicht. In Passau und Donauwörth wird der Hochwasserscheitel am Montag erwartet. 

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber teilte mit, dass alle verfügbaren Kräfte bereitgestellt werden, um die Regionen auf die drohende Hochwasserwelle vorzubereiten. Mobile Hochwasserschutzanlagen werden entlang der Donau errichtet. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat alle Unwetterwarnungen vor schweren Gewittern mit Starkregen aufgehoben, dennoch müssen sich die Menschen im Süden Deutschlands am Montag auf kräftige Gewitter einstellen.

Bundeskanzler Olaf Scholz wird am Montag das Flutgebiet besuchen. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck waren bereits vor Ort und zeigten sich erschüttert über die Todesfälle und die schwere Lage. 

Ein Feuerwehrmann in Pfaffenhofen an der Ilm kam ums Leben, als er Menschen vor dem Hochwasser retten wollte.