Innovative Integration: Thüringer Landrat verpflichtet Asylbewerber zur Arbeit

Geschrieben von Olivia Rosenberg

12 Wochen vor

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27/02/2024
Foto: Wikimedia Commons
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Gemeinnützige Arbeit als Integrationschance für Asylbewerber.

Im Saale-Orla-Kreis in Thüringen setzt Landrat Christian Herrgott (39, CDU) eine innovative Maßnahme um, die Asylbewerber zur Arbeit verpflichtet. 

Laut einem Bericht von BILD müssen Bewohner in Gemeinschaftsunterkünften nun gemeinnützige Jobs wie Straßenreinigung, Heckenschneiden oder Schneeschippen übernehmen. 

Die verlangte Arbeitszeit beträgt vier Stunden pro Tag, wofür die Asylbewerber einen Stundenlohn von 80 Cent erhalten, was einem monatlichen Zusatzeinkommen von 64 Euro entspricht. 

Diese Regelung basiert auf Paragraph 5 des Asylbewerberleistungsgesetzes und zielt darauf ab, die Integration der Asylbewerber zu fördern und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen.

Herrgott betont, dass die Maßnahme nicht nur ein Signal an die Gesellschaft ist, sondern auch den Asylbewerbern die Möglichkeit bietet, sich auf reguläre Arbeit oder eine Berufsausbildung vorzubereiten, selbst wenn sie keine Sprachkenntnisse haben. 

Die ersten Reaktionen auf diese Initiative sind positiv, und einige Asylbewerber zeigen bereits Interesse an regulärer Arbeit. 

Diese Maßnahme könnte ein Modell für andere Regionen darstellen, um die Integration von Asylbewerbern zu verbessern und gleichzeitig einen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten.