KaDeWe-Gruppe meldet Insolvenz an: Zukunft ungewiss

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Wikimedia Commons
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Oberpollinger vor Insolvenz.

Die KaDeWe-Gruppe, zu der neben dem Berliner Kaufhaus KaDeWe und dem Hamburger Alsterhaus auch das Münchner Kaufhaus Oberpollinger gehört, hat ein Insolvenzverfahren angemeldet. 

Trotz der Insolvenzanmeldung sollen die drei Luxus-Kaufhäuser weiterhin geöffnet bleiben. Das Handelsunternehmen strebt an, sich über das Insolvenzverfahren vor allem von hohen Mieten zu befreien. 

Im Geschäftsjahr 2022/2023 verzeichnete die KaDeWe Group einen Umsatz von knapp 728 Millionen Euro, was einem Plus von fast 24 Prozent im Vergleich zum Vor-Corona-Geschäftsjahr 2018/2019 entspricht.

Insbesondere die Mieten sind für die Kaufhäuser, besonders für den Oberpollinger in München, zur Last geworden. 

Johannes Berentzen von der Handelsberatung BBE schätzt, dass die Umsatzmietbelastung in München am höchsten ist. 

Der Oberpollinger, der seit fast 120 Jahren zum Flanieren und Luxus-Shopping einlädt, wurde 1905 eröffnet und gehört zu den prägenden Häusern der Münchner Innenstadt. 

KaDeWe-Gruppe meldet Insolvenz an: Zukunft von Oberpollinger ungewissDas Kaufhaus wurde 1927 von Rudolf Karstadt übernommen und ging durch mehrere Phasen der Neustrukturierung, berichtet tz.de.