Lindner bei Bauernprotesten ausgebuht: Keine Zugeständnisse in Sicht

Geschrieben von Olivia Rosenberg

18 Wochen vor

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16/01/2024
Foto: Shutterstock
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Landwirte fordern Änderungen.

In Berlin erreichten die Bauernproteste am Montag ihren Höhepunkt, als 6000 Fahrzeuge in der Hauptstadt eintrafen.

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) wurde während seiner Rede vor dem Brandenburger Tor von den Demonstranten lautstark ausgebuht. 

Trotz der Unterbrechung durch die Buhrufe würdigte Lindner die Proteste als legitim und friedlich. Er äußerte seine Erleichterung darüber, dass es in den letzten Tagen zu keinen schrecklichen Bildern gekommen sei und dankte den Bauern dafür.

Lindner verteidigte in seiner Rede die Haushaltskürzungen der Bundesregierung, konnte den Landwirten jedoch keine weiteren Zugeständnisse beim Agrardiesel in Aussicht stellen. 

Er sprach sich für mehr Freiheiten für Betriebe und weniger Bürokratie aus. 

Die Ampel-Koalition hatte bereits zuvor Zugeständnisse gemacht, indem die Subventionen für Agrardiesel nicht sofort, sondern schrittweise über drei Jahre gestrichen werden sollen. 

Die geplante Abschaffung der Kfz-Steuerbefreiung in der Landwirtschaft wurde von der Ampel bereits zurückgenommen, berichtet die WELT.

Parallel zu den Protesten trafen sich die Vorsitzenden der Ampel-Fraktionen im Bundestag mit Vertretern der Landwirte, konnten jedoch keine konkreten Zusagen machen. 

Ein "Fahrplan" zur Zukunftssicherung der Branche soll in wenigen Wochen ausgearbeitet werden.