Revolution im Gesundheitswesen: Wird die telefonische Krankschreibung zur neuen Normalität?

Geschrieben von Olivia Rosenberg

28 Wochen vor

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28/11/2023
Deutschland
Foto: Shutterstock
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Warum Hausärzte jetzt Alarm schlagen und was die Regierung plant.

In Deutschland steht das Gesundheitssystem vor einer neuen Herausforderung: Hausärzte fordern eine schnellere Einführung der dauerhaften telefonischen Krankschreibung. 

Angesichts steigender Infektionszahlen und eines zunehmenden Patientenaufkommens in den Praxen, sieht der Hausärzteverband diese Maßnahme als dringend notwendig an, so ein Bericht der Tagesschau.

Der Bundesvorsitzende des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Markus Beier, äußerte gegenüber dem Redaktions Netzwerk Deutschland Unverständnis darüber, dass die telefonische Krankschreibung noch nicht wieder eingeführt wurde.

Laut einem im Sommer vom Bundestag beschlossenen Gesetz von Gesundheitsminister Karl Lauterbach soll die telefonische Krankschreibung dauerhaft möglich werden.

Diese Regelung, die während der Corona-Pandemie eingeführt wurde, war im April zunächst ausgelaufen. Zukünftig soll eine erstmalige Krankschreibung wegen einer akuten Erkrankung nicht nur in der Praxis und per Videosprechstunde, sondern auch per Telefon einmalig möglich sein. 

Der gemeinsame Bundesausschuss soll bis Ende Januar eine entsprechende Richtlinie ausarbeiten, wie es auf der Internetseite der Bundesregierung heißt.

Beier betont, dass die Hausärzte und ihre Praxisteams bereits jetzt unter Hochdruck arbeiten, um alle Patienten zu versorgen. Doch vielerorts werde es immer schwieriger, dem Ansturm gerecht zu werden.

Dies habe nicht nur mit der aktuellen Infektionswelle zu tun, sondern vor allem auch mit fehlenden Hausärzten. Beier vermisst in dieser Situation die Rückendeckung von den Verantwortlichen aus der Politik.