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Russische Drohnen spionieren über deutschem Luftraum

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Westliche Geheimdienste schlagen wegen Drohnenalarm in Deutschland Alarm.

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Russische Spionagedrohnen über Deutschland im Einsatz

Westliche Geheimdienste schlagen Alarm: Immer häufiger dringen russische Drohnen in den deutschen Luftraum ein. Ziel ist offenbar die Ausspähung geheimer Waffenlieferungen an die Ukraine.

Besonders im Fokus stehen wechselnde Transportrouten durch Ostdeutschland, über die westliche Militärhilfe Richtung Front verlegt wird.

Das berichtet Bild.

Bundeswehr- und US-Stützpunkte im Visier

Nicht nur Transportwege, sondern auch militärische Einrichtungen werden systematisch überwacht. Laut Berichten zählen dazu unter anderem der US-Stützpunkt Ramstein, Bundeswehr-Standorte bei Wiesbaden, Stuttgart und in Bayern sowie die NATO-AWACS-Basis in Geilenkirchen. Die Zahl der Drohnenflüge in diesem Jahr liegt bereits deutlich im dreistelligen Bereich.

Pistorius: „Nicht viel dagegen zu tun“

Verteidigungsminister Boris Pistorius bestätigt die Zunahme der Drohnenaktivitäten seit Beginn des Ukrainekriegs. Konkrete Zahlen nannte er nicht, betonte jedoch:

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„Dass Drohnen über Häfen oder Bahnanlagen fliegen, überrascht niemanden.“

Die technischen Möglichkeiten zur Abwehr seien begrenzt, es handele sich um ein ständiges „Katz-und-Maus-Spiel“.

Neue Abwehrmaßnahmen geplant

Als Reaktion hat die Bundeswehr dutzende sogenannte Netzwerkdrohnen bestellt, die feindliche Drohnen erkennen und abfangen sollen. Zudem wird diskutiert, ob Soldaten mit Gewehren Drohnen über Sperrgebieten abschießen dürfen.

Die beobachteten Fluggeräte stammen bisher ausschließlich aus Russland – könnten aber auch schnell zu Sabotagewaffen umgebaut werden.

NATO warnt vor hybrider Kriegsführung

NATO-Generalsekretär Mark Rutte warnte am Rande einer Veranstaltung in Würzburg: Russland sei zur hybriden Kriegsführung fähig – einschließlich gezielter Mordanschläge. Die Drohnenüberflüge seien nur ein Teil einer viel umfassenderen Bedrohung durch den Kreml.

Rüstungsindustrie im Fadenkreuz

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Auch die deutsche Rüstungsindustrie steht im Fokus russischer Geheimdienste. Führungspersonal und Produktionsstätten gelten als mögliche Ziele. Ein geplanter Anschlag auf Rheinmetall-Chef Armin Papperger konnte im vergangenen Jahr verhindert werden – ein deutliches Warnsignal für Politik und Wirtschaft.

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