Zwischen AfD und CDU: Maaßens riskantes Parteiprojekt

Geschrieben von Olivia Rosenberg

Foto: Shutterstock
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Maaßens Herausforderung an die etablierten Parteien.

Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, hat die Gründung einer eigenen Partei angekündigt. Diese Entscheidung stößt auf Skepsis hinsichtlich ihrer Erfolgsaussichten. 

Maaßen sieht eine „Repräsentationslücke“ zwischen der AfD und der CDU, die er mit einer nationalkonservativen Partei füllen möchte. 

Die AfD hat sich nach rechtsaußen bewegt, und die CDU unter Friedrich Merz hat sich von Angela Merkels Politik distanziert. Maaßen glaubt, dass es Raum für eine neue politische Kraft gibt.

Die Zielgruppe für Maaßens Partei scheint jedoch begrenzt. Wähler müssten Friedrich Merz als zu links und Alice Weidel als zu rechts empfinden, um Maaßen als die richtige Wahl zu sehen. 

Zudem existieren bereits die Freien Wähler, die einen ähnlichen politischen Ansatz verfolgen und bei der letzten Bundestagswahl ihren Wähleranteil verdoppeln konnten. 

Die Werteunion, die Maaßen repräsentiert, hat im Vergleich zur AfD nur eine geringe Mitgliederzahl und konnte bisher keine signifikante Wählerschaft gewinnen.

Unter der Führung von Merz hat sich die CDU wirtschaftsliberaler und konservativer positioniert, was die Notwendigkeit einer neuen Partei in Frage stellt. 

Maaßens Versuch, bei der Bundestagswahl einen Wahlkreis zu gewinnen, scheiterte, und seine Positionierung gegen die CDU könnte seine Erfolgschancen weiter schmälern. 

Die politische Landschaft in Deutschland wird durch diese Entwicklung weiter polarisiert, und die demokratische Mitte gerät unter Druck, berichtet FOCUS Online.