Zwischen Ethik und Politik: Arzt lehnt Behandlung von AfD-Politiker ab

Geschrieben von Olivia Rosenberg

9 Wochen vor

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20/03/2024
Foto: Shutterstock
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AfD-Eintritt führt zu Arzt-Boykott

In einem bemerkenswerten Fall aus Baden-Württemberg hat ein Hausarzt entschieden, einen Lokalpolitiker nicht mehr zu behandeln, nachdem dieser von der CDU zur AfD gewechselt ist. 

Diese Entscheidung des Arztes hat eine breite Diskussion über die Grenzen zwischen politischer Meinung und beruflicher Verantwortung entfacht. 

Der Politiker, Heiko Nüßner, äußerte gegenüber der "Bild"-Zeitung sein Unverständnis über die Entscheidung seines Arztes, der ihn aufgrund "deutlich politisch unterschiedlicher Ansichten" abgewiesen hat, berichtet t-online.

Nüßner, der nach 26 Jahren Mitgliedschaft in der CDU zur AfD wechselte, begründete seinen Parteiwechsel mit Unzufriedenheit über verschiedene politische Themen. 

Der Arzt begründete seine Entscheidung damit, dass er Nüßner bereits vor dem Parteiwechsel als unangenehmen Patienten empfand und das Foto des Politikers mit anderen AfD-Funktionären in der Lokalpresse das Fass zum Überlaufen brachte.

Er betonte jedoch, dass er jedem Menschen in akuter Not helfen würde, die angefragten Medikamente jedoch nicht lebenswichtig gewesen seien.

Dieser Vorfall wirft wichtige Fragen über die Beziehung zwischen persönlichen Überzeugungen und professionellen Pflichten auf. Er zeigt, wie politische Zugehörigkeiten in der heutigen Gesellschaft zu tiefgreifenden persönlichen und beruflichen Konsequenzen führen können.