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Zu heiße Getränke als unterschätztes Gesundheitsrisiko

Tea bag
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Tee und Kaffee sind für viele Menschen fester Bestandteil des Alltags. Sie gelten als wohltuend, wärmend und können das Wohlbefinden steigern.

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Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen jedoch, dass nicht das Getränk selbst, sondern seine Temperatur ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko darstellen kann.

Was Studien über heiße Getränke zeigen

Eine groß angelegte britische Beobachtungsstudie mit Daten aus der UK-Biobank untersuchte fast 455.000 Erwachsene über einen Zeitraum von mehr als elf Jahren.

Dabei zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen dem regelmäßigen Konsum sehr heißer Getränke und einem erhöhten Risiko für Speiseröhrenkrebs.

Besonders deutlich war der Effekt beim sogenannten Plattenepithelkarzinom, der weltweit häufigsten Form dieser Krebsart.

Personen, die täglich mehrere Tassen sehr heißer Getränke tranken, erkrankten deutlich häufiger als Menschen, die ihre Getränke nur warm oder gar nicht heiß konsumierten.

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Für eine andere Krebsform der Speiseröhre, das Adenokarzinom, ließ sich dieser Zusammenhang nicht eindeutig nachweisen.

Temperatur wichtiger als Getränkesorte

Die Forschenden gehen davon aus, dass nicht Tee, Kaffee oder andere Heißgetränke an sich problematisch sind. Entscheidend ist vielmehr die hohe Temperatur.

Sehr heiße Flüssigkeiten können die Schleimhaut der Speiseröhre immer wieder schädigen.

Langfristig können solche Reizungen Entzündungen und Gewebeschäden begünstigen, die die Krebsentstehung fördern.

Bestätigung durch internationale Forschung

Eine frühere Langzeitstudie aus dem Iran kam zu ähnlichen Ergebnissen.

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Auch dort zeigte sich, dass Menschen, die ihre Getränke besonders heiß – etwa bei rund 70 Grad Celsius – zu sich nahmen, häufiger an Speiseröhrenkrebs erkrankten.

Der Zusammenhang bestand unabhängig vom jeweiligen Getränk.

Einfache Vorsorge im Alltag

Als vergleichsweise sicher gelten Getränke unter 60 Grad Celsius. Fachleute empfehlen daher, Tee oder Kaffee vor dem Trinken einige Minuten abkühlen zu lassen.

Diese einfache Gewohnheitsänderung könnte helfen, ein vermeidbares Krebsrisiko zu reduzieren.

Quelle: FITBOOK

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