Bluthochdruck wird oft reflexartig mit zu viel Salz in Verbindung gebracht.
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Doch nach Einschätzung des Ernährungsexperten Professor Tim Spector greift diese Sichtweise zu kurz.
Eine andere Anpassung der Ernährung könne eine ebenso große, wenn nicht sogar größere Rolle spielen.
Bluthochdruck als unterschätztes Risiko
Erhöhter Blutdruck, medizinisch als Hypertonie bekannt, gilt als sogenannte „stille Gefahr“.
Die Erkrankung verursacht meist keine spürbaren Symptome, kann aber unbehandelt schwerwiegende Folgen haben – darunter Schlaganfälle und Herzinfarkte.
Schätzungen zufolge ist rund ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung im Vereinigten Königreich betroffen, viele ohne es zu wissen.
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Für das Herz bedeutet das eine dauerhafte Mehrbelastung, da es mehr Kraft aufbringen muss, um das Blut durch den Körper zu pumpen.
Warum Salz nicht der einzige Faktor ist
Seit Langem gilt Natrium als Hauptverursacher für steigenden Blutdruck. Salz führt dazu, dass der Körper mehr Flüssigkeit speichert, wodurch der Druck in den Blutgefäßen zunimmt. Diese Erklärung ist korrekt – aber unvollständig.
Kalium rückt in den Fokus
Professor Tim Spector betont, dass ein anderer Nährstoff entscheidend sein kann. Er erklärt:
„Wenn ich hohen Blutdruck umkehren will, dann möchte ich die Kaliumaufnahme erhöhen. In der Ernährungsforschung haben wir uns zu sehr auf einen einzigen Faktor konzentriert – und das war Salz.“
Studien zeigten, dass Kalium mindestens ebenso wichtig sei.
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„Klassischerweise erreicht man das mit Lebensmitteln wie Bananen, aber auch grünem Blattgemüse, das viel Kalium enthält“, so Spector.
Menschen, die sich stark pflanzenbasiert ernähren, nähmen automatisch mehr Kalium zu sich und könnten so ihren Blutdruck auf natürliche Weise verbessern – oft noch bevor Medikamente nötig würden.
Ernährung als erster Schritt
Spector macht deutlich, dass eine gezielte Ernährungsumstellung ein wirksamer erster Ansatz sein kann, um Bluthochdruck langfristig zu senken und das Herz zu entlasten.
Quelle: Express