Menschen könnten innerhalb von nur 6 Jahren neue Zähne wachsen lassen

Olivia Rosenberg

1 Woche vor

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06/06/2024
Gesundheit
Foto: Shutterstock
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Japanische Forscher starten Humanversuche zur Zahnnachbildung.

Japanische Forscher stehen kurz vor einem bedeutenden Durchbruch in der Zahnmedizin. Wie die Popular Mechanics berichtet, wird ein neues Medikament zur Regeneration von Zähnen in Kürze in klinischen Studien am Menschen getestet. 

Die ersten Patienten sollen das Medikament bereits im September dieses Jahres intravenös erhalten. Sollte die Studie erfolgreich verlaufen, könnte das Medikament bis 2030 für alle Formen des Zahnverlusts verfügbar sein.

Das Forschungsteam um Katsu Takahashi vom Kitano Hospital in Osaka hat ein experimentelles Medikament entwickelt, das die Regeneration menschlicher Zähne ermöglichen soll. 

Grundlage der Entwicklung ist die Untersuchung eines Antikörpers namens USAG-1, der das Wachstum von Zähnen bei Frettchen und Mäusen hemmt. 

Wissenschaftler der Kyoto University entdeckten 2021, dass ein monoklonaler Antikörper, der normalerweise in der Krebsforschung verwendet wird, die Interaktion zwischen USAG-1 und Knochenmorphogeneseproteinen (BMP) unterbricht und so das Wachstum neuer Zähne fördert.

Die bevorstehenden Humanversuche werden an 30 männlichen Probanden im Alter von 30 bis 64 Jahren durchgeführt, die mindestens einen Zahn verloren haben. 

Die Studien dauern elf Monate und sollen die Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments überprüfen. In früheren Tierversuchen wurden keine Nebenwirkungen festgestellt. 

Sollte alles nach Plan verlaufen, wird das Kitano Hospital die Behandlung auf jüngere Patienten ausweiten, die an einer angeborenen Zahnlosigkeit leiden.

Ziel ist es, bis 2030 eine Zahnregenerationstherapie auf den Markt zu bringen, die nicht nur für Patienten mit angeborenen Zahnfehlbildungen, sondern für alle Menschen, die Zähne verloren haben, zugänglich ist. 

Diese Therapie könnte eine bahnbrechende Lösung für Millionen von Menschen weltweit darstellen, die unter Zahnverlust leiden und bisher auf Prothesen oder Implantate angewiesen sind.