Wir alle wissen, dass wir uns im Winter warm halten müssen, doch ein Körperteil scheint wichtiger zu sein als andere, wenn es darum geht, Grippe oder Erkältungen zu vermeiden.
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Der Winter ist da (Überraschung …), die Feiertage sind vorbei, und nun ist es Zeit, wieder in den guten alten Alltagstrott zurückzukehren.
Doch wenn es eine Sache gibt, die einem das Durchhalten im kalten und dunklen Januar wirklich vermiesen kann, dann ist es eine Grippe oder eine einfache Erkältung.
Wir alle wissen, dass es in den kalten Monaten wichtig ist, sich warm zu halten – sowohl aus gesundheitlichen als auch aus Komfortgründen. Aber gibt es einen Körperteil, der besonders entscheidend ist, um warm gehalten zu werden, wenn man eine Woche im Bett vermeiden möchte?
Die Antwort lautet: ja!
Warum der Winter eine Rolle spielt
Im Gespräch mit dem dänischen Sender TV2 erklärte die Chefärztin und Professorin am Universitätskrankenhaus Kopenhagen (Rigshospitalet) Bente Klarlund Pedersen im Jahr 2023, dass Viren dazu neigen, sich unter kälteren Bedingungen besonders gut zu vermehren.
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„Viren mögen Kälte sehr gern, weil sie sich bei niedrigen Temperaturen einfach stärker vermehren. Allein aus diesem Grund gibt es im Winter mehr Viren“, ergänzt sie.
Viren gelangen in der Regel über Mund oder Nase in den Körper. Deshalb ist die Temperatur im Inneren der Nase besonders wichtig dafür, wie leicht sie sich dort festsetzen können.
Eine anfällige Nase
Ist die Nase kalt, fällt es Viren leichter, sich zu vermehren und tiefer in den Körper vorzudringen. Untersuchungen zeigen, dass sich Erkältungsviren bei Temperaturen von 33 bis 35 Grad Celsius – wie sie typischerweise in der Nase herrschen – deutlich schneller vermehren als bei der Körperkerntemperatur von 37 Grad.
Kälte in der Nase verringert außerdem die Durchblutung. Das kann die Immunreaktion schwächen und es dem Körper erschweren, Infektionen abzuwehren.
„Es ist ein wenig kurios, dass wir uns so sehr auf Mützen und Schals konzentrieren, wo es doch eigentlich viel wichtiger ist, die Nase warm zu halten, wenn man verhindern will, dass sich Viren vermehren und in den Körper eindringen“, sagt Pedersen.
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Auch die Füße spielen eine Rolle
Die Nase warm zu halten, ist jedoch nicht immer einfach. Pedersen weist darauf hin, dass auch die Temperatur der Füße das Krankheitsrisiko beeinflussen kann.
Eine Studie des dänischen Common Cold Centre ergab, dass vier bis fünf Tage nach dem Eintauchen der Füße in kaltes Wasser mehr Menschen eine Erkältung entwickelten als in einer Kontrollgruppe, deren Füße lediglich in eine leere Schüssel gestellt wurden.
Schwer zu vermeiden
Selbst mit warmen Nasen und Füßen lässt sich der Kontakt mit Viren im Winter kaum vollständig vermeiden. Kaltes und feuchtes Wetter treibt die Menschen in geschlossene Räume, wo sich Infektionen leichter verbreiten.
Deshalb sei es laut Pedersen wichtig, auch daran zu denken, sich regelmäßig die Hände zu waschen und Desinfektionsmittel zu verwenden.
Quelle: Danish TV2