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Repariert DNA und reduziert Entzündungen im Gehirn: Neues Alzheimer-Medikament weckt Hoffnung im Kampf gegen die gefürchtete Krankheit

Alzheimer, läkare
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Das Medikament hat sich zuvor als sicher für den Menschen erwiesen.

Ein Forschungsteam des King’s College London hat einen Weg gefunden, die Alzheimer-Krankheit frühzeitig zu bekämpfen, indem es ein ursprünglich für Rückenmarksverletzungen entwickeltes Medikament umfunktioniert hat.

Dieses experimentelle Medikament, KCL-286, zielt auf frühe Gehirnschäden und Entzündungen ab. Da es bereits Sicherheitstests am Menschen bestanden hat, könnte die Entwicklung außergewöhnlich schnell voranschreiten.

Laut King’s College London zielt die Behandlung auf einen Signalweg ab, der mit der Verwertung von Vitamin A im Körper zusammenhängt. Professor Jonathan Corcoran erläuterte, wie dies den klinischen Fortschritt beschleunigt.

„KCL-286 ist ein ‚First-in-Class‘, oral bioverfügbares kleines Molekül, das bereits erfolgreich Phase-1-Studien zur Sicherheit und Verträglichkeit am Menschen durchlaufen hat. Dies wird den traditionellen, mehrjährigen Zeitrahmen, der für die Entwicklung neuer Medikamente erforderlich ist, drastisch verkürzen“, sagte Corcoran.

Den Strang zerreißen

Während die meisten Therapien darauf abzielen, Proteine in späten Krankheitsstadien zu beseitigen, repariert KCL-286 physische Brüche im genetischen Code des Gehirns. Corcoran verglich diesen Schaden mit einem schweren Knochenbruch.

„DNA-Doppelstrangbrüche sind wie ein Seil, das komplett in zwei Teile reißt, anstatt nur an den Rändern auszufransen. Wir haben herausgefunden, dass KCL-286 die Reparatur dieser Brüche fördert, wodurch wir ein Schlüsselmerkmal der Alzheimer-Krankheit gezielt angreifen können“, erklärte er.

Dr. Maria Goncalves, die die Entwicklung des Medikaments leitete, hält diese doppelte Wirkung für entscheidend. Sie sagte: „Unsere Ergebnisse zeigen, dass KCL-286 nicht nur DNA-Schäden bekämpft, sondern auch Entzündungen reduziert – zwei Prozesse, die sehr früh im Verlauf der Alzheimer-Krankheit auftreten. Dies unterstreicht sein Potenzial als krankheitsmodifizierende Therapie, anstatt lediglich Symptome zu behandeln.“

Heilung für den Geist

Die Forscher entdeckten, dass Rückenmarksverletzungen und die Alzheimer-Krankheit tatsächlich dieselben molekularen Signalwege teilen. Dies ermöglicht es einem einzigen Medikament, beide Probleme gleichzeitig zu bekämpfen.

Forscherin Natasha Hill betonte, dass dieser vielseitige Ansatz genau das ist, was Patienten brauchen, und sagte: „Um eine wirksame Behandlung für die Alzheimer-Krankheit zu entwickeln, müssen wir mehrere Aspekte der Krankheit angehen. KCL-286 war in der Lage, mehrere krankheitsrelevante zelluläre Signalwege zu beeinflussen, von denen einige sehr früh im Krankheitsverlauf aktiviert werden.“

Obwohl das Medikament derzeit nur an Mäusen getestet wurde, verschafft sein Sicherheitsprofil den Wissenschaftlern einen enormen Vorsprung. Sie arbeiten nun daran, zu prüfen, ob sich diese Vorteile auf den Menschen übertragen lassen.