Was morgens auf dem Teller landet, beeinflusst mehr als nur das kurzfristige Sättigungsgefühl.
Gerade lesen andere
Laut dem Longevity-Experten Gerd Wirtz kann die erste Mahlzeit des Tages entscheidend dafür sein, wie stabil der Blutzucker bleibt – und damit auch, wie konstant Energie und Konzentration über den Tag verteilt sind.
Die Tücken eines süßen Starts
Ein süßes Frühstück gehört für viele Menschen zur Routine. Doch stark zuckerhaltige Speisen lassen den Blutzucker schnell ansteigen.
Auf diesen Anstieg folgt häufig ein rascher Abfall, der sich als Müdigkeit oder Leistungsloch bemerkbar macht.
Wirtz warnt davor, dass solche Schwankungen nicht harmlos sind. Werden sie zur Gewohnheit, können sie den Stoffwechsel belasten und langfristig die Funktion der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigen.
In der Folge steigt das Risiko für eine Insulinresistenz, die als Vorstufe von Typ-2-Diabetes gilt.
Lesen Sie auch
Blutzucker und gesundes Altern
Stabile Blutzuckerwerte spielen laut Wirtz auch im Zusammenhang mit gesunder Langlebigkeit eine Rolle.
Dauerhaft erhöhte Werte werden mit Entzündungsprozessen im Körper in Verbindung gebracht und gelten als möglicher Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie altersbedingte Einschränkungen.
In Regionen mit besonders hoher Lebenserwartung – den sogenannten Blue Zones – wird traditionell eine Ernährung bevorzugt, die starke Blutzuckerschwankungen vermeidet. Dort stehen ballaststoffreiche, komplexe Kohlenhydrate im Mittelpunkt.
Warum Bohnen morgens sinnvoll sind
Nach Einschätzung von Wirtz eignen sich Bohnen besonders gut für den Start in den Tag. Sorten wie Kichererbsen, Linsen oder schwarze Bohnen liefern Ballaststoffe, pflanzliches Eiweiß und komplexe Kohlenhydrate.
Diese Kombination sorgt für eine langsamere Energieabgabe und kann helfen, den Blutzucker stabil zu halten.
Lesen Sie auch
Ein herzhaftes Frühstück mit Bohnen stellt damit eine Alternative zu süßen Speisen dar und kann zu mehr Ausdauer und Konzentration beitragen.
Quelle: Bunte