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Weniger Fisch, länger leben?

Röding, fish
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Altersforscher stellt Ernährungsgewohnheiten infrage.

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Fisch gilt seit Langem als Symbol für eine gesunde Ernährung. Doch der US-amerikanische Altersforscher Valter Longo warnt davor, ihn in zu großen Mengen zu verzehren.

Aus seiner Sicht könnte gerade Maßhalten ein wichtiger Schlüssel für ein langes und gesundes Leben sein.

Forschung zur Langlebigkeit

Longo leitet das Longevity Institute an der University of Southern California und untersucht seit Jahrzehnten, wie Ernährung und Lebensstil den Alterungsprozess beeinflussen.

Sein Konzept verbindet regelmäßige Bewegung mit einer überwiegend pflanzenbasierten Ernährung. Tierische Produkte, so Longo, sollten dabei nur eine ergänzende Rolle spielen.

Warum Fisch nur in Maßen empfohlen wird

Besonders auffällig ist Longos Empfehlung zum Fischkonsum. Obwohl Fisch häufig als gesund beworben wird, rät er Erwachsenen zu lediglich zwei bis drei Portionen pro Woche.

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Diese Menge passe besser zu seiner sogenannten „Longevity-Diät“, die auf pflanzlichen Lebensmitteln basiert und nur kleine Mengen tierischer Nahrung vorsieht.

Bevorzugt werden sollten Fisch und Meeresfrüchte mit einem hohen Gehalt an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Vitamin B12, etwa Lachs, Sardinen, Sardellen, Kabeljau oder Muscheln. Gleichzeitig weist Longo auf die Bedeutung der Qualität hin, da einige Fischarten höhere Mengen an Schadstoffen enthalten können.

Gesundheitsvorteile und mögliche Risiken

Studien zeigen, dass Omega-3-Fettsäuren unter anderem das Gehirn unterstützen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können.

Gleichzeitig warnt der britische Gesundheitsdienst NHS davor, große Mengen fettreichen Fischs zu konsumieren, da dieser häufiger mit Schadstoffen wie Quecksilber belastet ist. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen gelten deshalb klare Höchstmengen.

Auch der Zeitpunkt des Essens zählt

Neben der Auswahl der Lebensmittel spielt für Longo auch das Essverhalten eine zentrale Rolle.

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Er empfiehlt, die tägliche Nahrungsaufnahme auf ein Zeitfenster von etwa zwölf Stunden zu beschränken.

Längere Essenspausen sollen den natürlichen biologischen Rhythmus unterstützen und die Regeneration des Körpers fördern.

Quelle: Express