Gartenvögel sind für viele Menschen ein fester Bestandteil des Alltags.
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Um Meisen, Spatzen und andere Arten zu unterstützen, stellen zahlreiche Haushalte das ganze Jahr über Futter bereit. Fachleute warnen jedoch davor, dass nicht jedes Vogelfutter den Tieren tatsächlich guttut.
Billige Fettknödel oft mit minderwertigen Zusätzen
Besonders kritisch sehen Experten preiswerte Meisenknödel, auch als Fett- oder Suet Balls bekannt.
Wie die britische Zeitung Express berichtet, enthalten viele günstige Produkte sogenannte Füllstoffe, die zwar das Gewicht erhöhen, den Vögeln aber kaum Nährwert liefern.
Zu diesen Streckmitteln zählen unter anderem Kreide, Sägemehl, Weizen, gebrochener Mais oder Milo.
Sie werden eingesetzt, um die Produktionskosten zu senken, können jedoch die Qualität des Futters erheblich beeinträchtigen.
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Experten warnen vor möglichen Gesundheitsrisiken
James Ewens, Garten- und Wildtierexperte beim Hersteller Green Feathers, erklärte gegenüber Ideal Home, dass minderwertiges Vogelfutter überraschend weit verbreitet sei.
Zusätze wie Sägemehl oder billige Getreidesorten dienten in erster Linie der Kostenersparnis und führten dazu, dass Vögel weniger energiereiche und nährstoffhaltige Nahrung aufnehmen.
Solche Inhaltsstoffe seien nicht nur wenig hilfreich, sondern könnten sogar schädlich sein, da sie hochwertige Kalorien durch nährstoffarme Bestandteile ersetzen.
Worauf Verbraucher beim Kauf achten sollten
Auch Kreide – chemisch Calciumcarbonat – wird häufig verwendet. Sie ist besonders günstig, bietet Vögeln jedoch keinen ernährungsphysiologischen Nutzen.
James Jaques, Produktentwicklungsmanager beim britischen Vogelschutzverband RSPB, empfiehlt, die Zutatenliste genau zu prüfen.
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Hochwertige Meisenknödel bestehen überwiegend aus Fett, Talg oder Ölen, ergänzt durch Samen wie Sonnenblumenkerne oder Erdnüsse.
Sehr dunkle, harte oder stark bröselige Fettbälle seien hingegen oft ein Hinweis auf minderwertige Inhaltsstoffe.
Hochwertige Alternativen für Gartenvögel
Der RSPB rät, neben qualitativ hochwertigem Saatgut auch natürliche Futtermittel wie Mehlwürmer oder ungesalzene Erdnüsse anzubieten.
Diese liefern wichtige Energie und Nährstoffe – insbesondere in kalten Wintern oder in Zeiten knappen Nahrungsangebots.
Quelle: Express, Mirror