Startseite Haus und Garten Warnung an Gärtner: Diese Gewohnheit lockt Nagetiere an

Warnung an Gärtner: Diese Gewohnheit lockt Nagetiere an

Warnung an Gärtner: Diese Gewohnheit lockt Nagetiere an
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Viele Hobbygärtner setzen auf natürliche Methoden, um ihre Pflanzen zu stärken.

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Dabei greifen manche zu Hausmitteln, die in sozialen Netzwerken als einfache Wundermittel angepriesen werden. Doch nicht jede gut gemeinte Idee ist auch ungefährlich für den Garten.

Haferflocken als Trend im Garten

Ein aktueller Trend empfiehlt die Verwendung von Haferflocken als natürlicher Dünger. In Online-Videos werden sie gemahlen, mit Zimt vermischt oder als eine Art „Hafertee“ angesetzt und direkt an Pflanzen gegossen.

Befürworter versprechen gesünderen Boden und weniger Schädlinge.

Der Gartenexperte Ben Hilton, Gründer und Herausgeber von The Gardening Fix, warnt jedoch vor einem unkritischen Einsatz.

Welche Nährstoffe Hafer liefert

Hilton erklärt, dass rohe, ungekochte Haferflocken grundsätzlich Nährstoffe enthalten können.

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„Rohe Haferflocken können dem Boden Nährstoffe zuführen und seine Struktur verbessern“, so Hilton. Sie liefern unter anderem Stickstoff, Kalium und Phosphor.

Allerdings seien sie kein vollständiger Dünger.

„Hafer liefert nicht alle Spurenelemente wie Kalzium oder Magnesium“, betont Hilton.

Diese Stoffe seien entscheidend für stabile Zellwände, Nährstofftransport und die Photosynthese.

Versteckte Gefahr für den Garten

Das größte Problem entsteht, wenn Haferflocken direkt auf Beete gestreut werden.

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Da sie nicht kompostiert sind, zersetzen sie sich langsam.

Dabei können sie laut Hilton „Schädlinge und Nagetiere anziehen“, da verrottende Reste ideale Bedingungen für Bakterien und Pilze schaffen.

Besonders problematisch seien gekochte Haferflocken. Sie wirkten „wie ein Alarmsignal für Nagetiere“, vor allem wenn sie mit Milch, Zucker oder Fett zubereitet wurden.

Richtig kompostieren statt riskieren

Ungekochte Haferflocken können im Kompost sinnvoll sein. Dort seien sie „eine gute Ergänzung“, wenn sie vollständig zersetzt werden.

Gekochte Speisen hingegen sollte man meiden.

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„Die Wahrscheinlichkeit, Ratten oder Mäuse anzulocken, ist extrem hoch“, warnt Hilton.

Quelle: The Gardening Fix, Express