Es ist nicht ungewöhnlich, dass Hunde Dinge fressen, die sie besser nicht fressen sollten – und leider passiert es oft, dass diese Gegenstände auf dem Weg durch den Körper steckenbleiben. Solche Situationen können lebensbedrohlich enden, besonders wenn Speiseröhre oder Darm beschädigt werden. Ein leitender Tierarzt erklärt, warum es so wichtig ist, sofort Hilfe zu suchen.
Das berichtet Agria in einer Pressemitteilung Via Ritzau.
Die Tierversicherungsgesellschaft Agria hat über viele Jahre hinweg eine der weltweit größten Schadensdatenbanken für Haustiere aufgebaut. Diese Datenbank zeigt, dass jedes Jahr tausende Hunde zum Tierarzt müssen, weil ein Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt feststeckt.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund einen Gegenstand verschluckt hat, den er nicht sollte, und er Symptome von Magenbeschwerden zeigt, ist es wichtig, schnell eine tierärztliche Praxis aufzusuchen, um abklären zu lassen, ob eine Röntgenaufnahme, ein Ultraschall oder möglicherweise eine Operation notwendig ist.
– Abhängig davon, was der Hund verschluckt hat, aus welchem Material der Gegenstand besteht, ob er scharfe Kanten hat und wie groß er ist, gibt es verschiedene Vorgehensweisen, erklärt Mogens Brix Koldkjær. „Man kann z. B. versuchen, den Hund zum Erbrechen zu bringen, den Gegenstand auf natürlichem Weg passieren lassen oder ihn chirurgisch durch eine Darmoperation entfernen lassen.“
Ein tierärztlicher Eingriff kann für den Hund eine stressige Erfahrung sein – besonders, wenn eine Narkose und eine Operation nötig sind – und stellt zudem eine kostspielige Prozedur für den Tierhalter dar. Laut Agrias Schadensstatistik kostet eine Behandlung wegen eines Fremdkörpers zwischen 15.000 und 60.000 dänischen Kronen, abhängig von der behandelnden Klinik und etwaigen Komplikationen.
Ein hundesicheres Zuhause
Ein präventiver Ratschlag für Hundebesitzer ist, das Zuhause hundesicher zu machen: Entfernen Sie kleine, verlockende Gegenstände und bewahren Sie sie außerhalb der Reichweite neugieriger Hundeschnauzen auf. Achten Sie immer darauf, wenn Ihr Hund mit Spielzeug spielt, und entfernen Sie beschädigtes Spielzeug oder abgebissene Teile. Sie können außerdem das Risiko von Problemen mit Fremdkörpern reduzieren, indem Sie Ihren Hund darauf trainieren, unterwegs nichts vom Boden aufzuheben oder zu fressen.
– Erfahrene Tierärzte haben schon viele überraschende Gegenstände aus dem Magen-Darm-Trakt von Hunden operiert. Wenn ein Hund der neugierige Typ ist, der gerne alles probiert, dann reicht die Palette von Spielzeug über Unterwäsche, Socken, Maiskolben bis hin zu Steinen, sagt Mogens Brix Koldkjær.
Grundsätzlich können alle Hunderassen Dinge verschlucken, die sie nicht sollten. Aufgrund ihres Verhaltens und ihrer Natur sind manche Hunde jedoch anfälliger: Verspielte und neugierige Welpen und Junghunde gehören immer zur Risikogruppe, ebenso wie Retriever und andere Jagdhunderassen, die gerne Dinge tragen, sowie Terrier und Gebrauchshunde – sie haben häufiger Probleme mit Fremdkörpern.
Achten Sie auf folgende Symptome
Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Hund etwas verschluckt hat, das er nicht sollte, achten Sie auf folgende Symptome:
Erbrechen
Verminderter Appetit oder völliger Appetitverlust
Bauchschmerzen
Durchfall oder Verstopfung
Schluckbeschwerden – können auftreten, wenn der Gegenstand im Hals steckenbleibt
Dehydrierung