Viele Hunde beginnen nach dem Spaziergang, intensiv an ihren Pfoten zu lecken oder zu knabbern.
Gerade lesen andere
Für Halter wirkt das oft wie eine alltägliche Marotte. Tatsächlich kann dieses Verhalten jedoch ganz unterschiedliche Ursachen haben – von normaler Körperpflege bis hin zu gesundheitlichen oder psychischen Problemen.
Natürliche Reinigung oder erstes Anzeichen von Beschwerden
In vielen Fällen ist Pfotenlecken unbedenklich. Hunde entfernen damit Schmutz oder Fremdkörper von ihren Ballen.
Problematisch wird es, wenn das Verhalten auffällig häufig oder zwanghaft auftritt.
Die Tierärztin Alice Holzapfel erklärt, dass Hunde besonders dann an ihren Pfoten knabbern, wenn diese jucken. Häufige Gründe dafür seien Allergien oder Parasiten.
Auch Stress oder Langeweile könnten eine Rolle spielen, etwa wenn Hunde versuchen, innere Unruhe durch das Lecken zu kompensieren.
Lesen Sie auch
Verletzungen, Allergien und äußere Reize
Da Hunde ohne Schuhe unterwegs sind, können sich ihre Pfoten leicht verletzen.
Dornen, Glassplitter oder eingerissene Krallen verursachen Schmerzen, die Hunde durch Lecken lindern wollen. Auch Insektenstiche führen oft zu Juckreiz.
Ein weiterer häufiger Auslöser sind Hauterkrankungen oder Allergien. Diese zeigen sich meist durch gerötete, empfindliche Haut an den Ballen.
Sommerhitze und Winterkälte als Belastung
Im Winter reizen Streusalz, Splitt und Kälte die Pfotenhaut. Sie wird trocken, rissig und empfindlich.
Pflegende Salben können hier vorbeugend helfen. Bei einigen Rassen kommt es zusätzlich zu schmerzhaften Schneeklumpen im Fell zwischen den Zehen.
Lesen Sie auch
Im Sommer drohen andere Gefahren: Stark erhitzter Asphalt kann Verbrennungen verursachen, während auf Wiesen scharfe Grannen zu Verletzungen führen.
Wann tierärztlicher Rat nötig ist
Hält das Pfotenlecken dauerhaft an oder kommen sichtbare Verletzungen hinzu, sollte ein Tierarzt die Ursache abklären. Bleiben medizinische Gründe ausgeschlossen, handelt es sich meist um normale Pfotenpflege.
Quelle: PETBOOK