Viele Katzenhalter kennen die Szene: Ein Glas wackelt, ein kurzer Blick der Katze – und schon liegt der Gegenstand auf dem Boden.
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Was lange wie reine Boshaftigkeit wirkte, hat jedoch nachvollziehbare Gründe.
Eine Diskussion in einem Onlineforum brachte viele Besitzer dazu, ihr eigenes Verhalten gegenüber ihren Tieren zu überdenken.
Ausgangspunkt war eine einfache Frage eines Nutzers, der wissen wollte, warum Katzen Dinge gezielt von Tischen oder Regalen schieben.
Aufmerksamkeit als Belohnung
Eine Erklärung liefert das Tiergesundheitsportal PetMD. Demnach lernen Katzen sehr schnell, welche Handlungen eine Reaktion auslösen.
Wenn Menschen sprechen, aufstehen oder die Katze hochheben, nachdem sie einen Gegenstand berührt, kann dies unbeabsichtigt als Belohnung wirken.
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PetMD erklärt dazu: „Niemand freut sich, wenn die Katze ein Wasserglas vom Tisch stößt. Doch Halter können dieses Verhalten ungewollt verstärken, indem sie mit der Katze reden oder sie hochheben.“
Weiter heißt es: „Katzen sind schnelle Lerner. Sie merken rasch, dass Menschen reagieren, sobald ein Gegenstand an den Rand geschoben wird.“
Langeweile als Auslöser
Auch fehlende Beschäftigung spielt eine Rolle. Laut PetMD suchen sich Katzen eigene Unterhaltung, wenn sie über längere Zeit keine Reize oder sozialen Kontakt haben.
In solchen Fällen werden Gegenstände auf Tischen oder Regalen zu einer willkommenen Ablenkung – mit vorhersehbaren Folgen für die Einrichtung.
Instinktives Jagdverhalten
Ein weiterer Faktor ist der angeborene Jagdinstinkt. Katzen reagieren besonders stark auf Bewegung. PetMD beschreibt: „Sich schnell bewegende Objekte können Beute darstellen.“
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Das Anstoßen von Gegenständen aktiviert denselben Impuls wie das Jagen oder Spielen.
Erfahrungen aus dem Alltag
Auch andere Katzenhalter bestätigen diese Einschätzung.
Ein Nutzer schrieb sinngemäß, seine Katze höre erst auf, Dinge vom Tisch zu schieben, wenn sie ausreichend Spielzeug und Aufmerksamkeit bekomme.
Die Erkenntnis für viele: Nicht die Katze ist das Problem – sondern oft die Reaktion des Menschen.
Quelle: Express, PetMD